17:40 20 November 2019
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    Zuflucht in Russland: 220 000 Ukrainer haben Asylanten- oder Flüchtlingsstatus

    Bundestagsabgeordnete über Schicksal ukrainischer Flüchtlinge entsetzt

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    Flüchtlingsstrom aus der Ukraine (73)
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    Bundestagsabgeordnete der Linkspartei sind ins Gebiet Rostow geflogen, wo sie sich mit ukrainischen Flüchtlingen und Vertretern der OSZE-Mission trafen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Bundestagsabgeordnete der Linkspartei sind ins Gebiet Rostow geflogen, wo sie sich mit ukrainischen Flüchtlingen und Vertretern der OSZE-Mission trafen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Die Linke-Delegation wurde vom Mitglied des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag,  Wolfgang Gehrcke, geleitet. Gehrcke und seine Fraktionskollegen Andrej Hunko und Michael Schlick besuchten eine Behelfsunterkunft und eine Schule mit ukrainischen Flüchtlingskindern.

    Die Bundestagsabgeordneten erkundigten sich nach den Aufenthaltsbedingungen der Flüchtlinge, ihren Plänen hinsichtlich einer Rückkehr in die Heimat und über die Gründe ihrer Flucht. Nach Angaben des Pressedienstes der regionalen Behörden zeigte sich Gehrcke erschüttert durch Geschichten über getötete Angehörige und konnte seine Tränen kaum zurückhalten, so der Pressedienst der Lokalverwaltung.

    Gehrcke wollte sich nach eigenen Angaben ein Bild von der Lage der Flüchtlinge machen, um darüber im Bundestag zu berichten. Nach den Treffen mit den Flüchtlingen sei man zur Ansicht gekommen, dass sich nicht nur Russland, sondern auch die ganze europäische Gemeinschaft um die Beendigung der Kämpfe in der Ukraine und Hilfslieferungen in Form von Medikamenten, Lebensmitteln und Winterkleidung bemühen sollte, so Gehrcke.

    In den vergangenen zweieinhalb Monaten ist die Zahl der Flüchtlinge im Gebiet Rostow um 13.500 zurückgegangen. Nach offiziellen Angaben halten sich 40.000 Flüchtlinge in der Region auf. Wie der stellvertretende Gouverneur des Gebiets Rostow, Wadim Artjomow, betonte, hat man damit gerechnet, dass die Mehrheit der Flüchtlinge nach der Einigung auf einen Waffenstillstand  in die Heimat zurückkehrt. Doch die Lage habe sich nicht geändert.

    Am Donnerstag trafen sich die deutschen Abgeordneten mit Vertretern der OSZE-Mission in Kamensk-Schachtinski (Gebiet Rostow), anschließend flogen sie weiter nach Odessa.

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