04:16 23 Januar 2020
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    Angela Merkel war bis zuletzt dafür bekannt, dass sie im Unterschied zu vielen anderen Politikern den Dialog mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesucht hat. Jetzt gehört die Bundeskanzlerin jedoch zu dem Kreis der Politiker, die auf neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland pochen, schreibt die Zeitung "RBC Daily" am Donnerstag.

    Angela Merkel war bis zuletzt dafür bekannt, dass sie im Unterschied zu vielen anderen Politikern den Dialog mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesucht hat. Jetzt gehört die Bundeskanzlerin jedoch zu dem Kreis der Politiker, die auf neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland pochen, schreibt die Zeitung "RBC Daily" am Donnerstag.

    „Das Vorgehen Russlands bricht internationales Recht und stellt die internationale Ordnung in Frage“, sagte die Kanzlerin in ihrer gestrigen Rede im Bundestag. Ihr zufolge kann nichts Russlands direkte oder indirekte Beteiligung an den Kriegshandlungen in der Ostukraine rechtfertigen. Weil der dort vereinbarte Waffenstillstand ständig verletzt werde, seien neue Russland-Sanktionen nicht zu vermeiden.

    Die Agentur Reuters berichtete derweil über den Verlauf des Treffens zwischen Merkel und Putin am Rande des G20-Gipfels im australischen Brisbane. Das Gespräch habe am 15. November im Hilton-Hotel stattgefunden und nahezu vier Stunden gedauert. Gegen Mitternacht habe sich auch der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu den beiden hinzugesellt.

    Merkel habe Putin zu einem offenen Dialog über dessen Ansichten zur Ukraine-Krise aufgefordert, doch dieser habe erneut bekräftigt, dass Russland daran nicht beteiligt sei. Putin habe „verschlossen“ und „eiskalt“ gewirkt, so Reuters unter Berufung auf mit dem Verlauf dieses Gesprächs vertraute Quellen.

    Putins Sprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass das Treffen mit Merkel in Brisbane ziemlich lange gedauert habe („ungefähr zweieinhalb Stunden“) und „wie immer, sehr offen und konstruktiv gewesen“ sei.

    Seit der Flucht des damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch aus der Ukraine im Februar hatte Deutschland die Führungsrolle bei der Förderung des Dialogs zwischen Putin und dem Westen übernommen. Merkel hatte mit dem Kreml-Chef gut 30 Mal telefoniert. Auch der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier nahm an Dutzenden Treffen teil, die eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts voranbringen sollten. Inzwischen aber räumen in Deutschland viele Politiker ein, dass ihnen die Ideen ausgehen, wie sie Putin beeinflussen könnten. „Ich glaube, dass wir uns auf eine lang anhaltende Auseinandersetzung einstellen müssen, in der Russland alle Register ziehen wird“, sagte der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Auswärtiges, Norbert Röttgen, der Agentur Reuters.

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