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08:27 15 Oktober 2019
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    Immer mehr Russen wollen Putin auch nach 2018 als Präsident

    Umfrage: Immer mehr Russen wollen Putin auch nach 2018 als Präsident

    © Sputnik / Evgeny Epanchintsev
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    Immer mehr Russen wünschen sich, dass Präsident Wladimir Putin auch nach 2018 im Amt bleibt, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Mittwoch unter Berufung auf eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum.

    Immer mehr Russen wünschen sich, dass Präsident Wladimir Putin auch nach 2018 im Amt bleibt, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Mittwoch unter Berufung auf eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum.

    58 Prozent der Befragten wollen Putin auch nach 2018 als Kreml-Chef sehen. Im Oktober 2013 hatten sich nur 33 Prozent dafür ausgesprochen. Gleichzeitig ist die Zahl derjenigen, die gegen eine weitere Amtszeit Putins sind, von 45 auf 19 Prozent gesunken. 31 Prozent glauben nicht, dass Putin bis dahin adäquat ersetzt werden könnte.

    Putins Einfluss auf das Geschehen in Russland schätzen 47 Prozent (gegenüber 40 Prozent im November 2013) als „stark“ und 24 Prozent (gegenüber 15 Prozent im Vorjahr) als „sehr stark“ ein. Der Anteil derjenigen, die Putin das Fehlen „eines klaren Kurses“ vorwerfen, sank von 23 auf zehn Prozent. 55 Prozent äußerten dabei, sie unterstützen Putin, weil sie seine Handlungen „voll und ganz befürworten“. 40 Prozent glauben, dass Putin „in der aktuellen Situation mit allen Mitteln unterstützt werden müsste.“

    Der Direktor des Lewada-Zentrums, Lew Gudkow, erläuterte, dass die Russen mit ihren Regierenden bis Ende 2013 zunehmend unzufriedener geworden seien, doch „nach der Wiedervereinigung mit der Krim und der Kampagne gegen die Ukraine hat sich die Situation stark verändert. Ein Teil der Gesellschaft forderte 2013 Verfassungsreformen, eine unabhängige Justiz, Pressefreiheit und faire Wahlen. Ein anderer Teil verlangte, dass die armen Bevölkerungsschichten unterstützt werden und eine Garantie für sichere Arbeitsplätze bekommen“, so der Soziologe. Dadurch sei die Popularitätsrate Putins gesunken, „so dass Ende des vorigen Jahres nur 28 bis 30 Prozent bereit waren, für ihn zu stimmen. Aber während und nach der Wiedervereinigung mit der Krim verhielt sich der Präsident so, wie die Menschen das von ihm erwarteten“, so Gudkow. Deswegen haben seine Beliebtheitswerte im August bei 87 Prozent gelegen. „Die Vorwürfe an die Regierung haben sich aber nicht in der Luft aufgelöst, sondern sind nur vorübergehend ausgeklammert worden“, warnte der Experte.

    Der Sekretär des Zentralkomitees der KPRF, Sergej Obuchow, verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das politische System in Russland, in dem es nur eine dominierende Person gebe, in letzter Zeit „unter anderem dank der außenpolitischen Situation und der Konsolidierung der Nation um ihren Führer stärker wird.“ „Dass es für Putin keine Alternative gibt, ist die wichtigste These der Staatspropaganda“, so der kommunistische Politiker. „Wenn es (in Russland) alternative Nachrichtenquellen gegeben hätte, dann würde sich die Gesellschaft auch auf andere Leader konzentrieren.“

    Die Expertin für politische Psychologie Jelena Schestopal vermutete, dass die Zahl der Putin-Befürworter unter anderem deswegen gestiegen sei, weil er selbst kürzlich erklärt habe, er könnte 2018 erneut für das Präsidentenamt kandidieren.

     

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