18:20 03 Juni 2020
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    Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft (146)
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    Der US-Dollar und der Euro sind am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch gegenüber dem Rubel geklettert, schreibt die „Nowyje Iswestija“ am Donnerstag.

    Der US-Dollar und der Euro sind am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch gegenüber dem Rubel geklettert, schreibt die „Nowyje Iswestija“ am Donnerstag.

    Der Dollar stieg um 3,6 Rubel auf 54,38 Rubel. Der Euro wurde 4,02 Rubel teurer und kostete am Mittwoch 67,27 Rubel. Experten zufolge sorgten die pessimistischen Währungsprognosen des  russischen Wirtschafts- sowie des Finanzministeriums vom Montag für Panik an der Börse. Viele Experten sind der Ansicht, dass die Zentralbank den Rubel nicht dem freien Spiel der Kräfte überlassen darf, um die Abwertung der Nationalwährung zu bremsen.

    Der Devisenmarkt gerät wegen der dynamischen Kursschwankungen in Panik. Devisenhändler berichteten, dass es sich um Panik handelt. Unter diesen Bedingungen seien kaum logische Bewegungen des Marktes zu erwarten, der einzige Anhaltspunkt bleibe der Ölpreis. Doch selbst auf die Ölpreise wird bei Panik nicht immer geachtet. Der Ölpreis stieg am Mittwoch zwar um drei Dollar, doch der russische Währungsmarkt reagierte darauf nicht.

    Einige Experten betonen, dass die pessimistische Stimmung bezüglich des Rubel-Kurses durch die Ankündigung des russischen Wirtschafts- sowie Finanzministeriums ausgelöst worden sei, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr sinken und sich die Wirtschaftslage verschlechtern würde.

    Am Nachmittag änderte sich jedoch die Situation an der Börse. Um 15 Uhr kostete der Euro 65,62 Rubel und der US-Dollar 53,18 Rubel. Experten zufolge hatte die russische Zentralbank interveniert.

    In den vorherigen Monaten hatten die Währungsinterventionen der Zentralbank kaum Einfluss gehabt. Im Oktober verkaufte die russische Notenbank Devisen im Wert von 27,2 Milliarden Dollar und im November im Wert von 773,9 Millionen Dollar, doch der Rubel verlor in diesen zwei Monaten stark an Wert.

    Laut dem Wirtschaftsexperten Waleri Mironow ist die Situation auf dem Währungsmarkt eine Folge der Panik. Es liege auf der Hand, dass sich die Zentralbank einmischen müsse. „Die Zentralbank muss den Rubelverfall stoppen, der nicht nur auf die Ölpreise zurückzuführen ist. Man müsse zu einer steuerbaren Kursbildung zurückkehren, weil sonst die Rubel-Einlagen in ausländische Währungen getauscht werden“, sagte Mironow. Unter diesen Umständen sei die Zentralbank eigentlich dazu gezwungen, Konten in ausländischen Währungen einzufrieren, so der Experte.

     

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