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09:46 14 Oktober 2019
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    Отношения Кубы и США

    USA-Kuba: Obama und Castro setzen auf Entspannung

    © REUTERS / Carlos Barria
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    Washington und Kuba wollen ihre vor mehr als einem halben Jahrhundert abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wiederaufnehmen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Donnerstag.

    Washington und Kuba wollen ihre vor mehr als einem halben Jahrhundert abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wiederaufnehmen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Donnerstag.

    „Heute ändern die USA ihre Beziehungen mit dem Volk Kubas“, sagte US-Präsident Barack Obama gestern. „Wir beginnen die Normalisierung der Beziehungen zwischen unseren Ländern.“ Der kubanische Staatschef Raúl Castro bestätigte in einer TV-Ansprache die Kehrtwende in den Beziehungen zu den USA.

    Gestern hatten Obama und Castro lange miteinander telefoniert. Es war der erste offizielle Kontakt auf höchster Ebene seit einem halben Jahrhundert. „Ich wurde 1961 geboren, weniger als ein Jahr nachdem das Embargo (gegen Kuba) verhängt worden war“, betonte Obama. Im selben Jahr wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern abgebrochen.

    Jetzt räumt das Weiße Haus ein, dass die Isolation Kubas „ineffizient“ war. „Es ist offensichtlich, dass die Jahrzehnte der Isolation Kubas durch die USA nicht dazu beitragen konnten, unser langfristiges Ziel zu erreichen: die Entstehung eines demokratischen, prosperierenden und stabilen Kubas“, so der US-Präsident. Ihm zufolge soll in den kommenden sechs Monaten der politische Dialog vertieft werden, genauso wie die Handelsbeziehungen und die Investitionspartnerschaft.

    Zu den wichtigsten Kooperationsbereichen zählte Obama das Gesundheitswesen, die Einwanderungskontrolle und den Kampf gegen Terrorismus und Naturkatastrophen. Hinter der Aufhebung der US-Sanktionen gegen Kuba steht aber noch ein dickes Fragezeichen: Darüber muss der Kongress abstimmen, der mehrheitlich von den Republikanern kontrolliert wird, die von Obamas Annäherungskurs mit Kuba nicht gerade begeistert sind.

    „Dieser Schritt war zu erwarten“, sagte der russische Lateinamerika-Experte Michail Beljat. „Von der Perspektive einer Entspannung zwischen den beiden Ländern wird seit der Bestattungsfeier für Nelson Mandela im Dezember 2013 gesprochen, bei der sich Barack Obama und Raúl Castro die Hand gaben. (…) Das war ein wichtiger Schritt zur Normalisierung der Beziehungen.“ Beljat zufolge wurde diese Annäherung nach dem Rückzug Fidel Castros aus der Politik „ideologisch möglich“.

    In Moskau begrüßte man die „ziemlich überraschende“ Nachricht über die mögliche Annäherung zwischen Washington und Havanna. „Moskau hatte aber damit gerechnet, dass die Vernunft (in den Beziehungen zwischen den USA und Kuba) früher oder später siegt“, sagte ein Diplomat.

     

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