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    Rubel-Krise: Russland-Sanktionen nicht der einzige Grund

    © AP Photo / Alexander Zemlianichenko
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    Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft (146)
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    Der Rubel-Absturz sorgt weltweit für große Schlagzeilen. Die meisten Experten sind der Ansicht, dass der „schwarze Dienstag“ eine schwere Krise in Russland einläutet. Dabei verweisen die westlichen Politiker häufig auf einen Zusammenhang zwischen der Krise und den Maßnahmen der russischen Staatsführung. Wirtschaftsexperten sehen darin allerdings ein äußerst alarmierendes Signal für die Weltwirtschaft, schreibt die „Nowye Iswestija“ am Donnerstag.

    Der Rubel-Absturz sorgt weltweit für große Schlagzeilen. Die meisten Experten sind der Ansicht, dass der „schwarze Dienstag“ eine schwere Krise in Russland einläutet. Dabei verweisen die westlichen Politiker häufig auf einen Zusammenhang zwischen der Krise und den Maßnahmen der russischen Staatsführung. Wirtschaftsexperten sehen darin allerdings ein äußerst alarmierendes Signal für die Weltwirtschaft, schreibt die „Nowye Iswestija“ am Donnerstag.

    Über die Ursachen der Rubel-Krise wird weltweit diskutiert. Nach Angaben des deutschen Regierungssprechers Steffen Seibert gibt es neben den Russland-Sanktionen weitere Gründe für die Wirtschafts- und Währungskrise.

    Laut US-Außenminister John Kerry sind die Russland-Sanktionen nicht der Grund für den Absturz der russischen Nationalwährung. Dabei schloss er die Aufhebung der Sanktionen nicht aus, weil Moskau entgegenkommende Schritte unternehme. Wie US-Medien jedoch betonen, wollte Kerry mit seinen Worten eher die bittere Pille für Russland versüßen, weil Ende dieser Woche weitere Sanktionen  verhängt werden sollen. Vor kurzem hatte bereits die Europäische Union zusätzliche Verbote für Investitionen in die Halbinsel Krim beschlossen. Beim heute beginnenden EU-Gipfel  werden weitere Sanktionen gegen Russland erörtert.

    Die britische Wochenzeitschrift „The Economist” geht davon aus,  dass Russlands Wirtschaft in zwei Jahren zusammenbricht, falls die Ölpreise weiterhin sinken. Nach Angaben des US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ und der britischen Zeitung „The Guardian“ steuert Russland geradewegs auf eine Wirtschaftskrise zu. Den russischen Behörden wird die größte Verantwortung dafür zugeschoben.

    Der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman vergleicht die Krise in Russland mit der Asien-Krise von 1997/1998, als nach dem Wirtschaftskollaps in Südkorea und Hongkong Wirtschaftskrisen in verschiedenen Ländern der Welt begannen.

     

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