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    USA-Kuba: Obama setzt auf Annäherung

    © REUTERS / Javier Galeano
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    Der vom US-Präsident Barack Obama angekündigte Annäherungskurs mit Kuba ist ein wichtiger innenpolitischer Schritt und eine symbolische Geste in der Weltpolitik, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Freitag.

    Der vom US-Präsident Barack Obama angekündigte Annäherungskurs mit Kuba ist ein wichtiger innenpolitischer Schritt und eine symbolische Geste in der Weltpolitik, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Freitag.

    Mit diesem Schritt betrachten die USA Kuba nicht mehr als Außenseiter.

    Für eine endgültige Abschaffung des 1961 eingeführten Lieferverbots für US-Waren und die Wiederaufnahme vollwertiger diplomatischer Beziehungen braucht es jedoch noch einige Zeit. Wie der Direktor des Lateinamerika-Instituts in Moskau, Nikolaj Kalaschnikow, betonte, können die republikanischen Kongressmitglieder die Ernennung eines Botschafters in Kuba bremsen. Die Republikaner und Demokraten umgarnen die zwei Millionen große Kubaner-Diaspora und die Wähler in Florida.

    Doch die US-Amerikaner sollten sich beeilen. Nachdem Fidel Castro 2008 die Macht seinem Bruder Raul übergab, gab es Wandlungen auf dem Inselstaat – den Beamten wurde verboten, mehr als zwei Amtszeiten nacheinander auf ihren Posten zu bleiben. Castro will sein  Präsidentenamt nach 2018 abgeben. Künftig brauchen die Kubaner keine speziellen Genehmigungen für Auslandsreisen mehr. Sie dürfen Autos kaufen, Wohnungen vermieten und privatisieren. Auf die Insel kamen Investoren aus Spanien, China und lateinamerikanischen Ländern. Kuba geht den Weg Chinas und Vietnams. Die heimische Wirtschaft wird liberalisiert. Kalaschnikow zufolge haben die US-Unternehmer gespürt, dass sie zur Privatisierung der Wirtschaft Kubas und Erschließung der Vorkommen vor der Küste des Inselstaats  zu spät kommen.

    Washington hat mehr als 50 Jahre dauernden Kampf formell verloren und kommt Havanna entgegen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges stellt Kuba keine strategische Bedrohung mehr für die USA dar.  Wenn die Castro-Brüder sich aus der Politik zurückziehen, kehrt Kuba in den Einflussraum der USA zurück.

    Putin hatte im Juli in Havanna besucht und 90 Prozent der Schulden gegenüber Russland erlassen. Die Gespräche über die Reaktivierung des  russischen Militärstützpunktes in Lourdes versandeten im Nichts. Russland verliert mit Kuba allmählich einen wichtigen Verbündeten gegen die USA.

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