19:05 29 Januar 2020
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    Russland wartet auf eine Antwort von US-Präsident Barack Obama auf die Einladung zu den Feierlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

     

    Aus Washington kommen widersprüchliche Informationen, ob Obama die Einladung annimmt. Experten zufolge könnte Obama nach Moskau reisen, falls es zu Fortschritten bei der Regelung der Ukraine-Krise und in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen kommen sollte.

    Wie Celeste Wallander, Russland-Beraterin des US-Präsidenten, betonte, ist noch unklar, wann über den Moskau-Besuch Obamas entschieden wird. Zuvor hatte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Mark Stroh, mitgeteilt. dass Obama nicht plane, in die russische Hauptstadt zu reisen.

    Putins Berater Juri Uschakow teilte am Montag mit, dass eine Einladung an Obama verschickt worden sei. Dabei fügte er hinzu, dass derzeit keine Gespräche über einen möglichen Kontakt zwischen den beiden Präsidenten geführt werden.

    Laut dem Sicherheitsexperten Dmitri Danilin könnte Obama erst dann nach Moskau kommen, wenn es ernsthafte politisch-diplomatische Fortschritte bei der Lösung der Ukraine-Krise und  in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen geben würde. Der US-Kongress fordert mehr Härte gegenüber Russland. Zudem ergreife Obama in letzter Zeit selten das Wort in der Russland-Politik der USA. Damit befassen sich andere Mitglieder der Präsidialverwaltung, darunter US-Außenminister John Kerry. Außerdem gebe es einen historischen Hintergrund – ernsthafte Probleme bei der Deutung der Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges. Derzeit gebe es keine guten Bedingungen für einen möglichen Besuch Obamas, so der Experte.

    Neben Obama wurden weitere Staats- und Regierungschefs zu den Feierlichkeiten in Moskau eingeladen. Es seien alle Länder der Anti-Hitler-Koalition sowie die engsten Verbündeten und Partner wie die BRICS-Staaten eingeladen worden, so Uschakow.

    Die Wiederaufnahme der Verhandlungen im Normandie-Format zeige, dass die eingeladenen europäischen Staats- und Regierungschefs eine wichtige Rolle bei der Krisenlösung spielen. Zudem hätten die USA den Europäern die Führungsrolle bei den  Kontakten zu Russland überlassen, so Danilin.

     

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    Tags:
    Juri Uschakow, Barack Obama, Wladimir Putin, John Kerry, USA, Russland