16:00 30 Oktober 2020
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    Wie die Staatsduma (Parlamentsunterhaus) in Moskau einschätzte, versucht der Westen Russland mit aktiver Propaganda ein feindliches Image zu verpassen, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Aus diesem Grund haben die russischen Behörden beschlossen, russischsprachige Medien im Ausland zu unterstützen, damit die dort lebenden Russen statt antirussischer Propaganda auch eine andere Sicht geboten bekommen. Zu diesem Zweck wurde ein Fonds zur Unterstützung dieser Medien eingerichtet, der vom russischen Parlamentschef Sergej Naryschkin geleitet wird.

    Der Fonds wurde beim Weltverband der russischen Presse ins Leben gerufen. Nach Angaben der Staatsduma gibt es in 70 Ländern mehr als 3000 russischsprachige Medien. Die Unterstützung diese Medien im Ausland sei derzeit eine besonders wichtige Aufgabe. „Der Informationsraum wurde zu einem großen Schlachtfeld. Eingesetzt werden bereits die schmutzigsten Technologien, grobe Manipulierungen von Fakten und Ereignissen sowie die Blockade von unliebsamen Themen, Sujets und Journalisten“, sagte Naryschkin. Er habe den Eindruck, dass die westlichen Medien die Augen und Ohren verschließen, ihren professionellen Ruf vergessen und überhaupt vergessen haben, was Redefreiheit sei.

    Als Beispiel führte er einen Vorfall von Anfang des Jahres an, als die französische Presse kaum Notiz von einem Rundtisch-Gespräch mit Naryschkin und lokalen Großunternehmern in Paris nahm. Die ukrainischen Behörden verbieten russische TV-Sender und setzen russische Journalisten auf die Schwarze Liste. In dem Nachbarland werden russische Journalisten sogar getötet. Doch die Manipulationen würden früher oder später ans Licht kommen. Die Leser können analysieren und zwischen den Zeilen lesen, sagte Naryschkin. Deshalb haben die russischsprachigen Medien im Westen eine große Bedeutung.

    Laut dem Chef des Duma-Ausschusses für Kommunikation und Zusammenwirken mit den Medien, Juri Schuwalow, bietet der Fonds die zusätzliche Möglichkeit, einer Isolierung Russlands entgegenzusteuern. „Wir sind nicht daran interessiert, dass Russland ein feindliches Image bekommt und als ein barbarischer Staat dargestellt wird, der die Welt bedroht“, so Schuwalow. Der Fonds sei auf die Ausweitung des Einflusses Russlands mit Hilfe von Menschen gerichtet, die Russland verstehen. 

    Eines der ersten Projekte könnte die Einrichtung eines Internetportals sein, auf dem im Ausland lebende russischsprachige Autoren ihre Artikel veröffentlichen.

    Der Fonds könne auch mit Haushaltsgeldern finanziert werden, sagte der Chef der Föderalen Agentur für Presse und Massenkommunikation, Michail Seslawinski. Im März werde mit der Arbeit am Haushaltsentwurf 2016 begonnen. Seslawinski hat Parlamentschef Naryschkin bereits gebeten, dem Haushaltsausschuss in der Duma entsprechende Empfehlungen zu geben.

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