Widgets Magazine
09:22 21 Oktober 2019
SNA Radio
    Eurozone rutscht in die Deflation

    Europa steckt in der Deflationsfalle

    © REUTERS / Kai Pfaffenbach
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Von
    0 343
    Abonnieren

    Terror in Paris, Spannungen wegen der Ukraine-Krise, Russland und der Westen auf Konfrontationskurs, die anhaltende Wirtschaftskrise in Europa und die Sanktionen kennzeichnen den Beginn des neuen Jahres. Die Neuwahlen in Griechenland sorgen für Ungewissheit.

    Die Europäer suchen nach Stabilität und Sicherheit, um ihr Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Jean-Claude Juncker
    © Sputnik / John Kolesidis/File
    Die Europäer wollen gemäß dem „Juncker-Plan“ mehr als 315 Milliarden Euro ins Wirtschaftswachstum investieren und die Arbeitslosigkeit abbauen. Doch die Lage verschärft sich: Rezession in der Eurozone, Schulden und 25 Millionen Arbeitslose. Europa benötigt dringend präventive Gegenmaßnahmen.

    Das Hauproblem der Eurozone im Januar ist die Deflation. Die Kosten für Energieträger und die Lebensmittelpreise fallen. Niedrige Preise sorgen bei Verbrauchern und Unternehmen dafür, auf einen weiteren Preisrückgang zu warten und Investitionen zurückzuhalten.

    Die negative Wirtschaftslage wirkt sich negativ auf die europäische Einheitswährung aus. Im Mai kostete ein Euro 1,4 US-Dollar, heute ist die europäische Währung um 20 Cent billiger. Die US-Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley rechnen damit, dass ein Euro demnächst nur noch 1,15 US-Dollar kosten wird. Am 22. Januar bespricht die Europäische Zentralbank (EZB) die Wirtschaftslage in Europa. EZB-Chef Mario Draghi bestätigte, dass Maßnahmen gegen den Wertverfall des Euros geplant seien. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble  macht die Krisenländer Frankreich und Italien wegen fehlender Strukturreformen für die schwache Konjunktur verantwortlich.

    Griechenland hängt am Geldtropf der Troika aus EU, EZB und IWF. Die Staatsschulden übersteigen 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Arbeitslosigkeit in Griechenland bleibt konstant bei 27 Prozent. Bei der vorgezogenen Wahl am 25. Januar könnte das Linksbündnis Syriza als Sieger hervorgehen. Die griechischen Linken haben bereits angekündigt, bei einem Machtwechsel die Schulden und Kreditzinsen des Landes nicht mehr zahlen zu wollen. Aus diesem Grund hoffen die EU-Länder, dass die konservative Partei Neue Demokratie weiter an der Macht bleibt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Deutschlands Wirtschaft 2015: Stagnation mit sorgloser Stimmung
    Paris gibt Schaden für EU-Wirtschaft durch Sanktionskrieg mit Russland zu
    Wall Street Journal: Ende der Eurozone nah wie noch nie zuvor
    Geopolitik verschärft Wachstumsflaute in der Eurozone
    Tags:
    IWF, Eurozone