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08:59 19 Oktober 2019
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    Grüne Woche in Berlin

    Deutscher Landwirtschaftsminister hofft auf Lockerung des russischen Embargos

    © Sputnik / Tatiana Firsova
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    In Berlin hofft man auf eine Lockerung des russischen Embargos gegen Lebensmittelimporte aus Deutschland, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Dienstag unter Berufung auf die deutsche Wochenzeitung „WirtschaftsWoche“.

    Entsprechende Vereinbarungen könnten bei einem Treffen der Landwirtschaftsminister beider Länder, Nikolai Fjodorow und Christian Schmidt, am 16. Januar am Rande der internationalen Agrarmesse Grüne Woche in Berlin getroffen werden.

    Laut Schmidt könnte Moskaus Entgegenkommen „zur Verbesserung der (gegenseitigen) Beziehungen beitragen“.

    Dagegen würde wohl niemand etwas einwenden, aber unvergesslich ist Schmidts Auftritt Anfang September, als er vor Journalisten demonstrativ in einen Apfel biss, um zu zeigen, wie unbedeutend Russlands Verzicht auf deutsche Lebensmittel ist. Nur wenige Monate später steht der Minister in der Kritik der deutschen Landwirte, die mit Russland einen wichtigen Abnehmer verloren und zudem mit fallenden Preisen zu kämpfen haben. Deshalb muss Schmidt auf theatralische Gesten verzichten und sich mit realer Politik befassen.

    Zugleich räumte er ein, dass ein Moskauer Verzicht auf das Einfuhrverbot für Lebensmittel nicht automatisch eine Lockerung der westlichen Wirtschaftssanktionen gegen Russland bedeuten würde.

    Dennoch begrüßte die „WirtschaftsWoche“ allein die Tatsache, dass sich russische Agrarproduzenten trotz anfänglicher Skepsis auf der Grünen Woche präsentieren. Mit einer Ausstellungsfläche von 3600 Quadratmetern ist Russland der größte Teilnehmer der Messe.

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    Tags:
    Christian Schmidt, Nikolai Fjodorow, Deutschland, Russland, Berlin