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    Massendemos: Islam spaltet Deutschland

    Massendemos: Islam spaltet Deutschland

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    Nesawissimaja Gaseta
    Pegida und Anti-Pegida (52)
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    Tausende Berliner haben sich am Dienstag vor dem Brandenburger Tor zu einer Kundgebung für „ein weltoffenes und tolerantes Deutschland sowie die Meinungs- und Religionsfreiheit“ versammelt, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Zu der Mahnwache hatte der Zentralrat der Muslime in Deutschland aufgerufen. Die Aktion wurde auch von deutschen Behörden unterstützt. Bundespräsident Joachim Gauck hielt im Beisein von  Kanzlerin Angela Merkel eine Rede.

    In anderen deutschen Städten kommt es dieser Tage zu weiteren Kundgebungen von Anhängern und Gegnern der Einwanderung.

    Nach dem islamistischen Terroranschlag in Paris ist es in Deutschland zu mehreren Demonstrationen gekommen. Laut einer ARD-Umfrage sind 63 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass die Lage in Deutschland instabiler geworden ist.

    Am Montag hatte die Anti-Islam-Bewegung Pegida in Dresden wieder Tausende Anhänger auf die Straße gebracht. Neben den Aufrufen zu einer neuen Einwanderungspolitik war auch die Forderung, die Hetzkampagne gegen Russland zu beenden, zu hören. Ähnliche Aktionen fanden am Montag in Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Würzburg und in Saarbrücken statt. In den meisten dieser Städte kam es zu noch größeren Demonstrationen der Pegida-Gegner.

    An den Pegida-Kundgebungen sollen insgesamt 30.000 Menschen, an den Gegendemonstrationen 100.000 Menschen teilgenommen haben. Im Unterschied zu Neonazi-Aktionen verlaufen die Pegida-Kundgebungen friedlich. Die am Montag in Dresden erläuterten  Forderungen der Islam-Gegner unterschieden sich kaum von denen der Parteien wie die CSU in Bayern. Die Bewegung fordert schärfere Gesetze gegen eine unkontrollierte Einwanderung. Rechte und Pflichte bei der Integration sollen miteinander verbunden werden. Die Islam-Gegner fordern eine Aufstockung des Polizeipersonals und die Ausweisung von Islamisten, die in den Dschihad ziehen wollen. Die deutschen Behörden räumen Probleme in dieser Frage ein. Vor kurzem wurde berichtet, dass 20 Dschihad-Unterstützer vor einigen Tagen ohne Pässe aus Deutschland ausreisen konnten.

    Die Pegida-Bewegung ist aus mehreren Gründen inakzeptabel für die Bundesregierung. Sie schadet dem Image des Landes und der Behörden, die eine unerwünschte Bewegung nicht verhindern konnten. Zudem ist klar, dass die Mehrheit der Deutschen, die die antiislamischen Forderungen unterstützen, enttäuschte Wähler aus der Mittelschicht sind. Darüber hinaus gibt es Besorgnisse wegen den enger werdenden Kontakten zwischen der Pegida-Bewegung und der Partei „Alternative für Deutschland“.

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    Angela Merkel, Deutschland