08:59 08 April 2020
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    Experten des Weltwirtschaftsforums haben in ihrem Global Risk Report eingeschätzt, dass die Welt in diesem Jahr vor geopolitischen Herausforderungen wie zwischenstaatliche Konflikte und Machtstürze steht.

    Eurozone rutscht in die Deflation
    © REUTERS / Kai Pfaffenbach
    Seit der Zeit des Kalten Krieges hat die Geopolitik noch nie einen so großen Einfluss auf das Weltgeschehen wie jetzt ausgeübt, schreibt die „RBC“ am Freitag.

    Die Experten haben 28 Gefahren in fünf Kategorien aufgeteilt und analysiert – wirtschaftliche, ökologische, geopolitische, soziale und technische. 25 Jahre nach dem Berliner Mauerfall rücke die Geopolitik weltweit zunehmend in den Vordergrund, so die Experten.

    In dem Bericht heißt es, dass der Streit um die Halbinsel Krim weitere regionale Konflikte zur Folge haben könnte. Diese Art von Konflikten gehöre in diesem Jahr zu den gefährlichsten Bedrohungen.

    Die Weltordnung droht wegen Machtstürzen und der Auflösung von Staaten auseinanderzubrechen. Als Beispiele nennen die Experten die Ukraine, Syrien und den Irak. Syrien und der Irak sind kaum in der Lage, den Vormarsch der radikalen Terrorgruppe „Islamischer Staat“ zu stoppen oder wenigstens zu bremsen.

    In dem Bericht wird besonders auf das Wechselspiel zwischen den Gefahren hingewiesen. Die Geopolitik beeinflusst immer stärker die Wirtschaft, denn wirtschaftliche Instrumente werden für geopolitische Konfliktlösungen eingesetzt. Einerseits versuchen die Staaten durch Wirtschaftsbündnisse an Macht zu gewinnen. Andererseits setzen sie auf Handelskriege mit Schutzzöllen oder verhängen Sanktionen. Dadurch gerät die globale Wirtschaftskooperation in Gefahr.

    Als weitere Gefahren für die Menschheit werden Epidemien, Massenvernichtungswaffen, Infektionskrankheiten, Wasserknappheit und zwischenstaatliche Konflikte aufgezählt. Die Experten sind überzeugt, dass die Konflikte um Wasserressourcen schwere Folgen nach sich ziehen können.

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    Tags:
    Global Risk Report, Weltwirtschaftsforum 2015