02:46 17 Juni 2019
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    AK-47

    Made in USA: Kalaschnikow-Importeur umgeht Sanktionen

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    Nesawissimaja Gaseta
    Russland-Sanktionen (476)
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    Als Reaktion auf das Importverbot hat der Vertreiber von Kalaschnikow-Sturmgewehren in den USA, Russian Weapon Company (RWC), angekündigt, die AK-47 ab dem zweiten Quartal des Jahres direkt in den USA zu produzieren, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Bereits im März des vergangenen Jahres hatten die USA verkündet, den Waffenhandel mit Russland einzuschränken und alle Verträge mit dem russischen Waffenexporteur Rosoboronexport und anderen Firmen einzufrieren. Die am 24. März verhängten Sanktionen erstreckten sich auf Militärerzeugnisse. Es wurde auch vorgeschlagen, alle laufenden Vereinbarungen und geplanten Verträge aufzukündigen. Bis heute ist jedoch unklar, ob die US-Regierung zu solch radikalen Maßnahmen greifen wird.

    In den USA versuchen immer mehr Unternehmen, die Sanktionspolitik der Regierung zu umgehen.Nach Angaben der „Washington Times“ wurde letzte Woche bekannt, dass die US-Kommission für Kommunikation darüber nachdenkt, die Anrufe an die Notrufnummer 911 über das russische Satellitensystem GLONASS umzuleiten. Im von den Republikanern dominierten US-Kongress kommen solche Überlegungen nicht gut an. Sie behaupten, dass Russland mit GLONASS Spionage in den USA betreiben könnte.

    Der republikanische Senator John McCain forderte das Weiße Haus auf, auf den Import von russischen Raketentriebwerken zu verzichten. Er brachte eine Gesetzesänderung in den Kongress ein, die US-Firmen verbietet, russische Raketentriebwerke Atlas 5 und Antares zu kaufen. Ihm zufolge können die USA solche Triebwerke selbst herstellen.
    Laut dem Chef des russischen Raketenbauers „Energija“, Wladimir Solnzew, sind die USA in der Lage, solche Triebwerke zu bauen. Er gab allerdings zu bedenken, dass dafür mindestens drei Milliarden US-Dollar benötigt würden. Zudem erfordere das sieben bis zehn Jahre Entwicklungszeit, ohne die Gewissheit, auch brauchbare Ergebnisse zu erzielen.
    Mitte Januar hatten Solnzew und der Chef der amerikanischen Privatfirma Orbital Sciences, Frank Culbertson, einen Vertrag über 60 neue Triebwerke des Typs RD-181 unterzeichnet.

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    GLONASS, USA