05:37 19 August 2018
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    Ukraine-Krise

    Militärhilfe für Ukraine: Nato eröffnet zweite Front

    © AP Photo / Sergei Chuzavkov
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    Nesawissimaja Gaseta
    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Die militärische Situation in der Ukraine spannt sich weiter an. Erstmals in diesem Jahr wurden am Dienstagabend bei einem Raketenangriff auf Lugansk elf Zivilisten verletzt, schreibt die “Nesawissimaja Gaseta” am Donnerstag.

    Gestern rief US-Staatssekretärin Victoria Nuland die Nato-Verbündeten dazu auf, die Ukraine militärisch zu unterstützen, und zwar beim Aufbau von „Kommando- und Kontrollzentren in allen sechs Ländern, die sich an der Frontlinie befinden“. Sie konkretisierte jedoch nicht, um was für eine Front und welche Länder es sich dabei handeln soll.

    Nuland betonte, dass die Nato-Länder ihren Verpflichtungen nachkommen und alle Mitglieder des Bündnisses ihren Beitrag zum Aufbau von „Schnellen Einsatzkräften“ leisten müssen.

    Offiziell hatte die Nato schon mehrmals verkündet, dass sie die Ukraine weder mit Raketen noch mit Kampfjets versorgen werde. Ein Beitritt zum Militärbündnis sei auch ausgeschlossen, solange auf ihrem Territorium ein militärischer Konflikt im Gange sei. Aber die Fakten sprechen vom Gegenteil – die Nato-Länder beliefern die Ukraine weiterhin mit Waffen. solche Waffen wurden am Donezker Flughafen von den Aufständischen der Öffentlichkeit gezeigt. In Mariupol begegneten Journalisten englischsprechenden Söldnern.

    Nach Angaben von kanadischen Journalisten unterstützt das Pentagon die Ukraine, indem es „die ukrainische Armee heimlich mit Waffen beliefert“. Diesem Thema galt der Besuch des US-Generalleutnants Ben Hodges in der Ukraine. Er teilte dieser Tage mit, dass das Pentagon im Februar eine Expertengruppe in die baltischen Länder, nach Polen, Rumänien und Bulgarien entsenden werde. Sie solle dort Informationen sammeln, ob die Möglichkeit bestehe, in Osteuropa US-Panzer und andere Waffen zu stationieren.

    Mark Galeotti, Professor von der New York University, ist der Ansicht, dass die  ukrainische Armee ins Hintertreffen geraten ist, weil es „keine durchdachte Strategie gibt“. Zudem habe der Kampfgeist der ukrainischen Armee stark nachgelassen.

    Themen:
    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
    Tags:
    NATO, Frederick Ben Hodges, Mark Galeotti, Victoria Nuland, Ukraine
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