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    Anti-IS-Einsatz in Libyen: Russland erwägt Engagement

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    Dem russischen UN-Botschafter Vitali Tschurkin zufolge könnte Russland sich an einer internationalen Koalition in Libyen zur Bekämpfung der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) beteiligen, schreibt die „Nowyje Iswestija“ am Freitag.

    „Aus politischer Sicht würde ich das nicht ausschließen. Doch darüber werde nicht ich entscheiden“, sagte Tschurkin nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York.

    Der IS-Ableger in Libyen hatte zuletzt einige wichtige Städte erobert. Die Islamisten haben gedroht, ihre Aktivitäten auf Europa auszudehnen, darunter Italien. Deshalb unternimmt Rom einen Vorstoß zur Bildung einer internationalen Koalition, die im vom Bürgerkrieg erschütterten Libyen für Ordnung sorgen soll.

    Die Lage in Libyen soll eines der Hauptthemen eines Anti-Extremismus-Gipfels in Washington sein. Russland wird von FSB-Chef Alexander Bortnikow vertreten.

    Laut dem Sicherheitsexperten Wladimir Sotnikow würde sich Russlands Beteiligung an dem Libyen-Einsatz auf Ausbildung, logistische Unterstützung durch die russische Marine und Waffenlieferungen beschränken. Zudem wandten sich die von der internationalen Gemeinschaft anerkannten libyschen Behörden mit der Bitte an die Uno, die Waffenlieferungen für den Kampf gegen die Islamisten zu genehmigen.

    Russland habe sich (insbesondere nach dem jüngsten Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Ägypten) de facto als einer der führenden Akteure im Nahen Osten etabliert. Deswegen wäre eine Intervention in Libyen ein logischer Schritt. Doch die Teilnahme russischer Bodentruppen sei unmöglich und Luftangriffe unwahrscheinlich, so der Experte. Russland werde sich wohl kaum in den fernen Libyen-Konflikt hineinziehen lassen und Truppen dorthin schicken, insbesondere wenn es keine UN-Erlaubnis dafür geben würde.

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    Witalij Tschurkin, Terrormiliz Daesh, Terrorismus, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Uno, Alexander Bortnikow, Russland, Libyen