16:47 19 Januar 2018
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    Ohne Rückflug: Sechs Russen wollen zum Mars

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    Sechs Russen sind unter den 100 Kandidaten, die sich an dem Projekt Mars One beteiligen wollen, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Dienstag.

    Ursprünglich hatten sich weltweit mehr als 200.000 Menschen für einen Flug zum Roten Planeten gemeldet. Ein Rückflug zur Erde ist nicht vorgesehen. Vier Prozent der Kandidaten machten Russen aus.

    Nach der ersten Auswahlphase waren es noch 1.000 Bewerber, darunter 65 Russen.

    Zu den letzten 100 Bewerbern gehören sechs Russen: die 27-jährige Geographin Oxana, die 26-jährige Sportlerin und Psychologin Jekaterina, der 24-jährige Student Wladislaw Stroganow aus Dresden, die 32-jährige Tatjana, Doktorandin an der Princeton University, und die 28-jährige Anastasija, die an der „Schule der Raumfahrt-Journalistik“ studiert, in der der Kosmonaut Juri Baturin unterrichtet.

    „Vier Jahre lang hat er uns erzählt, wie man Profi wird, wie man fachlich und respektvoll über den Weltraum schreiben sollte“, sagte Anastasija in ihrer Videobewerbung.

    Was treibt diese jungen Wissenschaftler an, ins Ungewisse reisen zu wollen? Anastasija erklärt ihre Liebe zum Weltraum dadurch, dass sie in der Sowjetunion geboren worden sei, „wo jeder Junge davon träumte, der nächste Gagarin zu werden. Ich kann nicht mehr die erste Raumfahrt-Reporterin werden, (…) aber ich könnte die erste Reporterin vom Mars werden.“

    Die 35-jährige Britin Alison Rigby fand das Thema Raumfahrt schon immer interessant. „Wir alle werden sterben. Doch wichtig ist, was man getan hat, bevor man gestorben ist“, sagte sie in einem CNN-Interview und gab zu, Angst zu haben, ihrer Mutter von ihrem Traum zu erzählen.

    Die Britin Claire Weedon will in die Geschichte eingehen. Sie habe sich gemeinsam mit ihrem Bruder beworben, doch dieser sei vorzeitig aus dem Wettbewerb ausgeschieden und nun neidisch auf sie. Auch ihr Freund sei nicht einverstanden, doch Claire bleibe optimistisch, weil sie nach ihrem Abflug zum Mars per E-Mail kommunizieren könnten.

    Maggie Lieu, ebenfalls Britin, träumt nach ihren Worten davon, auf dem Mars ein Kind zur Welt zu bringen. Die 31-jährige Chinesin Lin Xiaoxia will ebenfalls ein Kind zur Welt bringen, und zwar „auf einem Planeten, wo es keine Kriege, keine Umweltverschmutzung und keine Grausamkeit gegenüber Kindern und Tieren geben würde“.

    Der 42-jährige Schauspieler Brad aus Belgien findet, dass seine Beteiligung an diesem Projekt die einzige Chance wäre, einen Homosexuellen ins Weltall zu schicken, und ein Pole, der sich als M1, K10 bezeichnete, behauptet, auf dem Mars geboren worden zu sein und jetzt heimkehren zu wollen.

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    Tags:
    Mars One, Lin Xiaoxia, Maggie Lieu, Claire Weedon, Juri Baturin, Juri Gagarin, Alison Rigby
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