Widgets Magazine
11:05 21 September 2019
SNA Radio
    Russischer Waffenexporteur Rosoboronexport

    Waffenexport: Russlands Rückstand zu den USA wächst

    © Sputnik / Alexei Kudenko
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Von
    0 1255
    Abonnieren

    Laut dem Bericht des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens IHS ist Russland der zweitgrößte Waffenexporteur nach den USA, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Dienstag. Dem Bericht zufolge hat Russland im vergangenen Jahr Waffen für auf zehn Milliarden US-Dollar exportiert, was neun Prozent mehr sind als im Vorjahr.

    Doch die Angaben des US-amerikanischen Unternehmens unterscheiden sich von denen des russischen Waffenexporteurs Rosoboronexport, dem zufolge im vergangenen Jahr Rüstungen im Wert von 13 Milliarden US-Dollar exportiert wurden.

    Von 2001 bis 2005 war Russland der Spitzenreiter mit einem Anteil von 31 Prozent am weltweiten Waffenexportmarkt. Die USA lagen auf Platz zwei mit 30 Prozent. Heutzutage exportieren die USA Waffen im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar jährlich. Russlands Rückstand zu den USA wächst. Nach Angaben von Rosoboronexport hätte Russland bereits im vergangenen Jahr die Marke von 15 Milliarden US-Dollar erreichen sollen. Doch das geschah nicht.

    Wer kauft russische Waffen? Laut IHS-Experten ist China Russlands größter Kunde (2,3 Milliarden US-Dollar), gefolgt von Indien (1,7 Milliarden Dollar), Venezuela und Vietnam (jeweils eine Milliarde US-Dollar).

    Zu den größten Waffenexporteuren gehören auch Frankreich, Großbritannien und Deutschland. IHS-Experten zufolge ist im vergangenen Jahr die Zahl der Waffendeals weltweit um 13 Prozent gestiegen, was mit dem Ankauf der militärischen Flugtechnik durch die Entwicklungsländer und der instabilen Situation im Nahen Osten und in der Asiatisch-Pazifischen Region zusammenhängt. Dabei ist das Wachstum der russischen Waffenlieferungen auf den globalen Markt beinahe stehen geblieben. Experten zufolge ist dies kaum verwunderlich. Die russischen Exportverträge sind von dem Abbruch der Beziehungen mit der Ukraine stark betroffen.

    Experten zufolge sollte man wegen des drohenden technologischen Rückstands angesichts der westlichen Sanktionen kaum damit rechnen, dass Russland auch weiter konkurrenzfähige Militärerzeugnisse auf dem Weltmarkt anbietet. „Es steht nicht fest, dass die zuvor geschlossenen Verträge erfüllt werden, weil der globale Waffenmarkt direkt mit der Politik verbunden ist“, sagte der Vizepräsident des Russischen Ingenieurverbands, Iwan Andrijewski. Als Beispiel führte er Frankreich an, das die bestellten Hubschrauberträger wegen der Ukraine-Krise nicht an Russland ausliefert.

    Ein weiterer großer Konkurrent sind die USA, bei denen Russland bis vor kurzem funkelektronische Bestandteile für seine Rüstungsbranche kaufte. Viele US-Verbraucher kauften Kalaschnikows, doch wegen der geopolitischen Spannungen habe Russland den Zugang zum US-Waffenmarkt verloren, so Andrijewski.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Russische Waffenexporte überschreiten 13 Mrd. US-Dollar
    Russischer Waffenexporteur: Pentagon will unsere Hubschrauber für Afghanistan kaufen
    Russlands Waffenexport seit Januar erreicht 9,8 Milliarden Dollar
    Russland verkauft EU jährlich Waffen in Milliardenwert
    Tags:
    Sanktionen, Export, Waffen, Marktforschungsunternehmen IHS, Rosoboronexport, Iwan Andrijewski, Russland