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11:18 21 August 2019
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    Parade auf dem Roten Platz  anlässlich des 69. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg

    70. Jahrestag: Russland plant gigantische Siegesfeier

    © Sputnik / Alexander Vilf
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    Iswestija
    70. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg (108)
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    Bei einer Sitzung des Organisationskomitees „Pobeda“ (Sieg) im Kreml ist das Veranstaltungsprogramm für den 70. Jahrestag des Endes des Großen Vaterländischen Kriegs besprochen worden, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

    Es wird die größte Siegesfeier in der Geschichte des heutigen Russlands sein. Paraden sind in 28 Städten, feierliche Märsche in 40 Städten geplant. Am 9. Mai werden in fünf Städten Militärflugzeuge in den Himmel steigen, die Marineparaden finden in Städten statt, in denen sich die Stützpunkte der Kriegsflotte befinden. Russische Flugzeuge, Hubschrauber, fahrende Militärtechnik und Vertreter aller Truppengattungen werden ebenfalls auf den Paraden in den Hauptstädten Weißrusslands, Armeniens und Kirgisiens gezeigt.

    Die größte Parade findet auf dem Roten Platz in Moskau statt. Der Leiter der Präsidialverwaltung, Sergej Iwanow, teilte mit, dass es einen großen historischen Teil der Parade  geben wird – mit Kriegsgerät aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und Soldaten in der Militäruniform der damaligen Jahre. Über den Roten Platz werden insgesamt 15.000 Soldaten und Offiziere marschieren und fast 200 Einheiten Militärtechnik fahren. Über dem Roten Platz werden mehr als 100 Hubschrauber und Flugzeuge fliegen. Die Stärke Russlands soll vor allem durch die mechanisierte Kolonne demonstriert werden. Es sind einige Neuheiten zu erwarten – die strategische Raketenkomplexe Jars, Panzerkampfwagen Taifun, die Selbstfahrlafette „Koalizija“ und der Panzer „Armata“. Die letzten zwei Fahrzeuge werden noch geheim gehalten. Sie werden erst am 9. Mai dem Publikum gezeigt.

    An der Siegesparade in Moskau werden zudem Militäreinheiten aus dem Ausland teilnehmen, darunter Weißrusslands, Kasachstans, Kirgisiens, Chinas, der Mongolei, Armeniens und offenbar auch Serbiens. Wie der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu betonte, haben neun Länder ihre Teilnahme bestätigt und zwei Länder ihre Teilnahme abgesagt. Bei fünf Ländern warte man noch auf eine Antwort.

    In Moskau werden 26 Staats- und Regierungschefs sowie die Chefs der UNESCO und des Europarats erwartet. Insgesamt wurden 68 Staats- und Regierungschefs eingeladen. Es werden fast alle Vertreter der GUS-Länder, die Staats- und Regierungschefs Chinas, Vietnams, Nordkoreas, Südafrikas, Indiens, Kubas, der Mongolei anwesend sein.

    Die Teilnahme der europäischen Staats- und Regierungsoberhäupter werde beeinflusst von den US-Amerikanern und dem aggressiven Kern der EU, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Doch in Europa gebe es auch viele, die die Bedeutung der Feierlichkeiten in Moskau verstehen. Bei den Feiern gehe es nicht um das Gedenken an die Befreier von der Nazi-Herrschaft, sondern auch um die Gesundung der Situation auf unserem Kontinent, um eine neue Spaltung Europas abzuwenden, so der Außenminister Sergej Lawrow.

    Bislang ist bekannt, dass die Staats- und Regierungschefs Griechenlands, Zyperns, der Slowakei, Montenegro, Tschechiens und Serbiens nach Moskau reisen werden. Zu den feierlichen Veranstaltungen an diesen Tagen wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Doch das Format ihres Besuchs ist noch nicht bekannt. Wie der russische Präsident Wladimir Putin betonte, ist die Siegesfeier auch deshalb notwendig, weil sich in den vergangenen Jahren die Manipulationen und antirussischen Interpretationen des damaligen Krieges häufen.

    Ihr Ziel sei klar — die Stärke und das moralische Ansehen des heutigen Russlands zu untergraben, ihm den Status eines Siegerlandes mit allen anschließenden völkerrechtlichen Folgen abzuerkennen, die Völker zu spalten, geschichtliche Spekulationen für geopolitische Spiele zu nutzen, so Putin. Bei der Sitzung wurde auch Hilfen für Kriegs- und Arbeiterveteranen und ehemaligen Gefangenen der KZ-Lager erörtert, von denen noch heute es mehr als 2,5 Millionen in Russland gibt.

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    Tags:
    Zweiter Weltkrieg, 70. Jahrestag des Sieges, Europarat, UNESCO, Wladimir Putin, Alexander Merkel, Sergej Lawrow, Sergej Iwanow, Moskau, Russland