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    USA wollen Russland zähmen

    Neue Sicherheitsstrategie: USA wollen Russland zähmen

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    Laut einer Analyse des russischen Sicherheitsrats ist die neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA stärker gegen Russland gerichtet als zuvor, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

    In dem Strategiepapier Washingtons wird betont, dass „Russlands Aggression“ eingedämmt werden soll, vor allem in Bezug auf die Ukraine. Die USA müssten auf die strategischen Möglichkeiten Russlands aufpassen und ihre Verbündeten beim Widerstand gegen die russische Politik unterstützen. Wichtig sei zudem die Fortsetzung des Zusammenwirkens zwischen den USA und den europäischen Verbündeten – mit dem Ziel einer politischen und wirtschaftlichen Isolierung Russlands „wegen seiner Einmischung in die Angelegenheiten der Ukraine“.

    Eine Wiederaufnahme der Kooperation mit Russland macht Washington abhängig vom außenpolitischen Kurs des Kremls und dessen „Respekt vor der Souveränität und den demokratischen Prozessen“ in benachbarten Ländern. Außerdem streben die USA nach der Bildung einer neuen globalen Wirtschaftsordnung. Große Bedeutung wird dabei der transpazifischen und transatlantischen Wirtschafskooperation und den Freihandelsgebieten beigemessen. Die Streitkräfte werden als Grundlage der Nationalen Sicherheit der USA betrachtet. Die militärische Überlegenheit gilt als wichtigster Faktor bei der Sicherung der Führungsrolle der USA.

    Statt kostspieliger Militäreinsätze im Ausland (wie im Irak und Afghanistan) soll bei Militäraktionen enger mit Verbündeten kooperiert werden. Zu den außenpolitischen Prioritäten gehören eine umfassende Gewährleistung der Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten, die komplette Abrüstung der Atomwaffen, die Sicherung des freien Zugangs von US-Waren auf die Weltmärkte, die Förderung der US-amerikanischen Werte in der Welt sowie der Aufbau einer effektiveren und gerechteren Weltordnung unter Führung der USA.

    Als Gefahren für die Sicherheit gelten Angriffe auf das US-Territorium und Infrastrukturobjekte, US-Staatsbürger und Vertreter der Verbündeten außerhalb des Landes, die globale Wirtschaftskrise, der Einsatz und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, Epidemien von Infektionskrankheiten, negative Auswirkungen des Klimawandels sowie die Ausbreitung von Gewalt und Kriminalität aus instabilen Ländern.

    Zudem ist eine strategische Wende in Richtung der asiatisch-pazifischen Region geplant. Die USA wollen die Bündnisse mit Japan, Südkorea, Australien, den Philippinen und die Zusammenarbeit mit Vietnam, Indonesien und Malaysia ausbauen.

    Nach Angaben des russischen Sicherheitsrats ergeben sich aus der US-Strategie folgende Bedrohungen für Russland:

    Die USA werden zusammen mit den Verbündeten den Kurs auf die politische und wirtschaftliche Isolierung Russland fortsetzen. Dazu gehören Einschränkungen beim Export von Energieressourcen und die Verdrängung von russischen Militärerzeugnissen von allen Absatzmärkten. Gleichzeitig sollen Russland bei der Produktion von High-Tech-Erzeugnissen Steine in den Weg gelegt werden. Zudem wollen die USA und ihre Verbündeten Länder von ihrem Russland-freundlichen Kurs abbringen und den russischen Einfluss im postsowjetischen Raum verringern. Der Kurs auf die Aufrechterhaltung der globalen Führungsrolle der USA, die Aufrüstung der Nato sowie die Verstärkung der Militärpräsenz der USA in der asiatisch-pazifischen Region wird fortgesetzt.

    Die Militärstärke gilt auch in Zukunft als wichtigstes Instrument zur Gewährleistung der Nationalen Sicherheit und der Interessen der USA. Washington setzt weiterhin auf “bunte Revolutionen”, um unliebsame Regimes loszuwerden – das gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für Russland. Wie es im russischen Sicherheitsrat heißt, wurde die US-Strategie auf Grundlage des Prinzips der Exklusivität der USA und des Rechtes auf einseitige Handlungen zum Schutz und zur Förderung der Interessen der USA in der Welt konzipiert und besitzt eine aktive, gegen Russland gerichtete Komponente.

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    Tags:
    Atomwaffen, USA, Russland, Ukraine, Malaysia, Vietnam, Indonesien, Irak, Afghanistan