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    Neue Waffen für russische Armee (670)
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    Russland hat die Tests einer neuen Langstreckenrakete erfolgreich beendet, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete die Ergebnisse der Tests der neuen ballistischen Interkontinentalrakete RS-26 „Rubesch“ als erfolgreich. Der vierte erfolgreiche Start in Folge fand am 18. März statt. Russlands Militär will die Rakete im kommenden Jahr in die Bewaffnung aufnehmen.

    RS-20 Wojewoda
    © Foto : Ministry of Defence of the Russian Federation
    Laut Quellen im russischen Verteidigungsministerium startete die Rakete am 18. März von einer mobilen Anlage auf dem Gelände Kapustin Jar im Gebiet Astrachan. „Der Start verlief reibungslos, der Gefechtsblock der Rakete traf das Ziel“, hieß es. Die Zuverlässigkeit der Systeme und Aggregate seien bestätigt worden.

    Die Entwicklung einer neuen Interkontinentalrakete wurde erstmals im März 2011 bekanntgegeben. Der Chefkonstrukteur des Moskauer Instituts für Wärmetechnik, Juri Solomonow, versprach damals, dass es einen Start einer neuen Rakete geben wird (der Raketentyp wurde damals nicht genannt).
    Der Raketenstart fand am 28. September 2011 auf dem Gelände Plessezk statt, es kam jedoch zu einer technischen Panne. Die Rakete stürzte nur wenige Kilometer vom Startplatz ab. Doch alle darauffolgenden Starts waren erfolgreich. Die Rakete RS-26 traf zweimal auf dem Gelände Kura auf Kamtschatka und zweimal auf dem Gelände Sary-Schagan in Kasachstan das berechnete Ziel.

    Danach wurde die Rakete technisch verbessert. Während vor vier Jahren die Tests mit einem Modell des Gefechtsteils verliefen, wurden jetzt echte Gefechtsblöcke getestet. Die Rakete wurde auf die Gelände Kapustin Jar und Sary-Schagan in Kasachstan statt auf Kamtschatka abgefeuert, um sie besser vor der US-Militäraufklärung zu schützen.

    Aus Produktionssicht dürfte es keine Probleme bei der Herstellung der neuen Rakete geben, ergänzten die Quellen gegenüber dem „Kommersant“. Die Kapazität des Werkes Wotkinsk (Udmurtien) reiche für eine Serienproduktion der RS-26-Rakete aus, obwohl dort noch viele andere Raketen hergestellt werden (Jars, Bulawa und Iskander).

    Die USA äußerten wegen der Entwicklung der RS-26-Rakete bereits Vorwürfe gegen Russland. US-Experten zufolge hat die Rubesch-Rakete eine Reichweite von weniger als 5.500 Kilometern. Damit verstoße Russland gegen den Vertrag über Kurz- und Mittelstreckenraketen. Moskau wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass bei allen Raketenflügen vom Gelände Plessezk nach Kamtschatka bewiesen wurde, dass es sich um eine Interkontinentalrakete handelt.

    Die strategischen Raketentruppen Russlands sind heute mit sieben verschiedenen Raketentypen ausgerüstet – drei mobilen (Topol, Topol-M und Jars) und vier silogestützten (RS-18, RS-20, Topol-M und Jars). Mit den Rubesch-Raketen wird es einen achten Typ geben. Wie der Befehlshaber der Strategischen Raketentruppen, Generaloberst Sergej Karakajew, zuvor mitteilte, soll die Stationierung der neuen Interkontinentalrakete bereits 2016 beginnen. Nach Medienangaben soll zuerst die 29.Garde-Raketendivision (Irkutsk) mit diesen Raketen ausgerüstet werden.

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    Tags:
    Waffen, RS-26 Rubesch, Bulawa-30, Jars, Iskander-M, Topol-M, Juri Solomonow, Sergej Karakajew, Kasachstan, Russland