17:26 18 Dezember 2017
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    Putin erwägt Rede vor UN-Vollversammlung

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    Kommersant
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    Russlands Präsident Wladimir Putin könnte eine Rede bei der Eröffnung der 70. UN-Generalversammlung im September dieses Jahres in New York halten, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Aus dem Umfeld des Kreml hieß es, dass Putin Ende September eine Reise nach New York plane. Eine Quelle im UN-Sekretariat bestätigte diese Information. Demnach will Putin eine Rede vor der 70. UN-Vollversammlung halten. Dennoch werde erst Anfang August endgültig darüber entschieden, abhängig von der allgemeinen Situation in der Welt.

    Putins Sprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass eine Reise nach New York in Betracht gezogen werde. „Eine endgültige Entscheidung wurde jedoch noch nicht getroffen“, sagte Peskow.

    In diesem Jahr wird ein großes Aufgebot von Staats- und Regierungschefs zur UN-Vollversammlung erwartet. Außerdem wurde bekannt, dass erstmals seit 20 Jahren der Papst vor der UN-Vollversammlung sprechen soll. Seine Rede ist für den 25. September geplant.

    Putin hatte 2000, 2003 und 2005 am Rednerpult der Vereinten Nationen gestanden. Bei der bevorstehenden Tagung wird unter anderem der Vorschlag einiger westlicher Länder, das Vetorecht der ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, darunter Russlands, zu beschränken, erörtert.

    In den vergangenen Jahren war Außenminister Sergej Lawrow immer zu den Vollversammlungen in New York gereist. 2009 hielt der damalige Präsident Dmitri Medwedew eine Rede in der UNO.

    In seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung 2000 hatte Putin angekündigt, dass in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Vereinten Nationen eine „Garantie vor Willkür, Hegemonie und Diktat waren“. Er sagte zudem, dass das 20. Jahrhundert „eine Epoche grandioser Taten und furchtbarer Kriege, revolutionärer Durchbrüche und tiefer Enttäuschungen war, doch die Länder und die Völker schafften es, den Hass und den Kalten Krieg” zu überwinden.

    2003 beklagte Putin, dass sich nicht alle der Ernsthaftigkeit der terroristischen Bedrohung bewusst seien. Damals äußerte der Kreml-Chef die Hoffnung, dass die UNO zu „einer Basis für eine globale Anti-Terror-Koalition wird“.

    2005 sprach Putin von der Notwendigkeit der Anpassung der UNO "an die neuen historischen Realitäten“. Damals wies er darauf hin, dass dieser Prozess „zusammenführen und nicht spalten“ solle. Dabei warnte er abermals vor dem Terrorismus, der ihm zufolge „die größte Gefahr für die Rechte und Freiheiten der Menschheit“ darstellt.

    Im vergangenen Jahr musste sich die russische Delegation viel Kritik in Bezug auf die Ukraine anhören. Russlands Gegenspieler mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius an der Spitze versuchten, das Vetorecht Russlands im UN-Sicherheitsrat einzuschränken. Frankreich und dessen Partner fordern, das Vetorecht der ständigen Sicherheitsratsmitglieder bei „akuten humanitären Krisen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zu begrenzen.

    Tags:
    Uno, Sergej Lawrow, Dmitri Medwedew, Wladimir Putin, Laurent Fabius, Dmitri Peskow, Frankreich, Ukraine, New York
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