18:02 25 Januar 2020
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    Analysten der Investmentbank Goldman Sachs prognostizieren einen weltweiten Mangel an Gold und Rohdiamanten, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Donnerstag.

    Die erschlossenen Gold-, Rohdiamanten- und Zinkvorkommen würden für 20 Jahre Förderung reichen. Die Nickel-, Kupfer- und Platin-Vorkommen für 40 Jahre, so Goldman Sachs.

    Goldman-Sachs-Experte Eugene King wies auf zwei Aspekte hin – eine äußerst niedrige Konzentration der Metalle in der Erdkruste und eine niedrige Anzahl von hochqualitativen Vorkommen bei düsterer Aussicht auf die Erschließung neuer Vorräte.

    In der Zukunft würden die Preise für diese Ressourcen steigen, so die Goldman-Sachs-Experten. „Im Laufe von 4.000 Jahren war Gold der Gradmesser des Wohlstands – als die Ägypter begriffen, inwieweit dieses schwere und glänzende Metall selten ist“, sagte King. Was Rohdiamanten betreffe, werde ihr Preis von der Einmaligkeit jedes einzelnen Steins bestimmt.

    Das kanadische Unternehmen Goldcorp veröffentlichte vor kurzem ebenfalls eine eigene Studie. Demnach wird die weltweite Goldproduktion 2015 ihren Höhepunkt erreichen, jedoch bis 2022 auf das Niveau vom Anfang des 21. Jahrhunderts sinken. Nach Angaben desWorld Gold Council stieg die Fördermenge im vergangenen Jahr um zwei Prozent – von 3.050,7 auf 3.114,7 Tonnen.

    Im vergangenen Jahr kauften die Zentralbanken verschiedener Länder 477,2 Tonnen Gold an – 70 Tonnen mehr als vor einem Jahr. Die russische Zentralbank erwarb rund 173 Tonnen. Jetzt werden ihre Goldreserven auf 1.208,2 Tonnen geschätzt.

    Experten zufolge wird der Goldpreis bei der jetzigen Nachfrage kurzfristig bei 1.100 US-Dollar pro Unze liegen. Doch in Zukunft wird die Nachfrage steigen, vor allem wegen der sich schnell entwickelnden asiatischen Länder – allen voran China. Dann wird der Goldpreis sicher die Marke von 2.000 US-Dollar erreichen.

    Expertin Natalja Woltschkowa stellte die Genauigkeit der Prognose von Goldman Sachs infrage. Bei jedem Bodenschatz gibt es eine Verbindung zwischen der Einschätzung der Vorräte und dessen Wert. Es gehe darum, inwieweit der Betrieb eines Vorkommens bei einem bestimmten Gold- und Rohdiamanten-Preis rentabel sei. Falls sich der Marktpreis ändere, ändere sich auch die Einschätzung. Wenn es Vorräte geben sollte, die für 1.000 US-Dollar pro Tonne gewonnen werden können und der Marktpreis bei 500 US-Dollar liege, sei das wirtschaftlich unrentabel.

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    Tags:
    Goldman Sachs, Natalja Woltschkowa