18:52 05 Dezember 2019
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    Trotz Sanktionen: Waffenbauer Kalaschnikow steigert Umsatz

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    Der russische Waffenkonzern Kalaschnikow rechnet mit einer Verdopplung der Produktion im Vergleich zu 2014, schreibt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Donnerstag unter Berufung auf Kalaschnikow-Generaldirektor Alexej Kriworutschko.

    Der russische Waffenkonzern Kalaschnikow rechnet mit einer Verdopplung der Produktion im Vergleich zu 2014, schreibt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Donnerstag unter Berufung auf Kalaschnikow-Generaldirektor Alexej Kriworutschko.

    Im vorigen Jahr war der Konzern aus der Ural-Stadt Ischewsk wegen der gegen Russland verhängten Sanktionen in eine ziemlich schwierige Situation geraten. Denn bis zu 90 Prozent seiner Produkte wurden in die USA exportiert, und das russische Verteidigungsministerium will offenbar keine Kalaschnikow-Sturmgewehre mehr kaufen. Laut jüngsten Informationen erwägt Moskau die Versorgung der Streitkräfte mit Erzeugnissen des Konkurrenzbetriebs „Wassili Degtjarjow“.

    Dennoch gibt sich die Kalaschnikow-Leitung optimistisch und rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinn von 15 Milliarden Rubel (umgerechnet nahezu 242,5 Millionen Euro nach dem aktuellen Wechselkurs). Die Produktion der Handfeuerwaffen solle „um mindestens 20 bis 25 Prozent“ aufgestockt werden, so der Pressedienst des Konzerns.

    Im vorigen Jahr habe Kalaschnikow „dank der Eroberung von neuen Märkten und der Vergrößerung seines Anteils auf den ‚alten‘ Märkten“ (abgesehen von den USA) seine Geschäfte wesentlich erweitert, verriet ein Insider. Der finanzielle Umsatz habe sich verfünffacht. Im Asien-Pazifik-Raum habe er sich verdoppelt, in den GUS-Ländern vervierfacht und in Europa nahezu verfünffacht – vor allem dank der „zivilen” Waffen.

    Der Absatz werde auch weiter wachsen, zeigte sich ein Kalaschnikow-Sprecher überzeugt – trotz des Lieferverbot in die USA vom Juli 2014. Im Januar des vorigen Jahres hatte der Konzern einen fünfjährigen Vertrag mit einem US-Unternehmen über den Export von Schusswaffen in die USA und nach Kanada abgeschlossen. 90 Prozent des Exports sind für die USA bestimmt. Dabei handelt es sich um bis zu 200 000 Waffeneinheiten jährlich.

    Ein Kalaschnikow-Sprecher verwies zudem darauf, dass der Konzern im Auftrag des russischen Verteidigungsministeriums an der Entwicklung der lenkbaren Raketen Wichr-1 mitwirke. Eine konstante Zusammenarbeit mit dem russischen Militär komme aber vorerst nicht infrage. „Man kann nicht sagen, Kalaschnikow hätte überhaupt keine Aufträge. Obwohl die umfangreiche Umrüstung der Armee mit neuen Maschinenpistolen AK-12 noch nicht beschlossen worden ist, erhalten die Spezialeinheiten die neue Waffe, was allerdings noch nicht verkündet wurde“, sagte der Leiter des Zentrums für Strategien- und Technologienanalysen, Ruslan Puchow, gegenüber "Nowyje Iswestija".

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    Sanktionen, Kalaschnikow, Alexej Kriworutschko, USA