19:10 21 November 2019
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    USA verschärfen Russland-Bashing im Netz

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    Die USA wollen die Propaganda gegen Russland im Internet verstärken, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Nach Angaben des Nationalen Zentrums zur Steuerung der Verteidigung des Staates, das für die Überwachung der Sozialen Netzwerke zuständig ist, sind wachsende Aktivitäten bei der Stimmungsmache im Netz gegen Russland registriert worden, darunter gegen die Streitkräfte und die Führung des Verteidigungsministeriums. Laut Quellen der „Nesawissimaja Gaseta“ aus dem Verteidigungsministerium handelt es sich bei den Internet-Trollen vor allem um ukrainische Blogger. In den Blogs wird negativ darüber diskutiert, wie die militärische Stärke Russlands gestiegen ist, wobei Beispiele des Vorgehens des russischen Militärs bei Manövern, Übungen u.a. angeführt werden.

    Bei den Diskussionen wird auf die Überprüfungen der Kampfbereitschaft der Truppen hingewiesen, die angeblich Europa, vor allem die baltischen Länder, bedroht. Ins Kreuzfeuer der Kritik geriet auch Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Russlands Verteidigungsminister, der im Dokumentarfilm über die Krim die entscheidende Rolle der „höflichen Menschen“ in dem Hybrid-Krieg unterstrich, bei dem die Halbinsel ohne einen einzigen Schuss an Russland angegliedert wurde, wird als „Besetzer“ beschimpft.

    Nach Angaben der russischen Behörden nutzen die ukrainischen Blogger Radio Free Europe und andere US-Medien als Informationsquellen für ihre Verleumdungskampagnen gegen den Kreml.

    Russlands Sicherheitsrat kam nach einer Analyse der neuen Sicherheitsstrategie der USA zu dem Schluss, dass sie in vielerlei Hinsicht gegen Russland gerichtet ist. Darin heißt es, dass die USA weiter die strategischen Möglichkeiten Russlands beobachten sowie die Verbündeten und Partner beim Widerstand gegen die russische Politik unterstützen müssen. Dazu zähle auch der Informationskrieg.

    Nicht zufällig hat der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko die Doktrin für die Informationssicherheit vor kurzem erneuert. Er will die Amerikaner im Informationskrieg gegen Russland unterstützen. Die aktuellen Kiewer Behörden planen zusammen mit den baltischen Ländern einen russischsprachigen TV-Sender in Europa. Poroschenko zufolge soll dieser TV-Sender ein alternatives Bild zu den russischen Medien zeigen. Bislang ist jedoch unklar, wie der Sender finanziert werden soll, weil die Ukraine am Rande der Zahlungsunfähigkeit steht. Anscheinend rechnet Kiew mit der Hilfe des IWF und der USA.

    Der Westen nutzt aktiv die Technologien des Informationskriegs bei der Organisation von „Bunten Revolutionen“ in vielen Ländern. Angesichts der angeblich neuen Bedrohungen durch Russland greift auch das Pentagon zu diesen Mitteln. Nach Angaben von US-Medien betonte der für US-Sonderoperationen zuständige Generalleutnant Joseph Votel, dass die Elite-Einheiten ein neues Betätigungsfeld bekommen haben – die Erhöhung der Aktivität in den Sozialen Netzwerken und die Bekämpfung von Informationsgefahren. Votel zufolge sind die sozialen Medien ein weiterer Bestandteil der neuen Strategien, weshalb Personal für diesen Bereich rekrutiert werden müsse. Dabei spielen nationale Grenzen keine Rolle. Gerade für Personal aus anderen Ländern (darunter ukrainische Blogger) wird besonders viel Geld ausgegeben.

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    Tags:
    IWF, Petro Poroschenko, Sergej Schoigu, Russland, USA