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08:48 23 Juli 2019
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    Situation in Jemen

    USA ziehen in Jemen-Krieg

    © AP Photo / Hani Mohammed
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    Kommersant
    Militäroperation in Jemen (71)
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    Die USA beteiligen sich an einem weiteren bewaffneten Konflikt im Nahen Osten, obwohl sie sich öffentlich weiterhin bedeckt zu diesem Thema halten, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Ende voriger Woche hat sich US-Außenminister John Kerry über die Rolle Teherans im jemenitischen Konflikt ungewöhnlich scharf geäußert und dem Iran faktisch ein Ultimatum gestellt: „Der Iran sollte wissen, dass die USA nicht wegschauen werden, wie die Stabilität der Region untergraben wird“.

    Kerry warnte davor, dass die USA "ihre Verbündeten und Freunde nicht im Stich lassen werden" und „diejenigen unterstützen werden, die sich von der von Teheran ausgehenden Gefahr bedroht fühlen.”

    Die USA unterstützen die am 25. März begonnenen Luftschläge Saudi-Arabiens auf Stellungen der jemenitischen Schiiten. Obwohl Washington seinen Anschluss an die Koalition offiziell nicht bestätigte, häufen sich die Beweise, dass es sich an der Militäroperation doch beteiligt. Das Pentagon räumte Mitte voriger Woche ein, dass es beim Nachtanken der Flugzeuge in der Luft hilft, die die Angriffe auf Jemen fliegen. Nicht selten unterstützt Washington auf diese Weise seine Verbündeten in verschiedenen Brennpunkten.

    Ein weiterer Beweis für die Teilnahme der USA an dem Militäreinsatz gegen die Huthi-Rebellen ist die Einrichtung eines US-Kommandozentrums in Saudi-Arabien.

    Zerstörungen in Sanaa nach Luftangriffen
    © REUTERS / Khaled Abdullah
    Trotz der Unterstützung der Amerikaner hat die Militäroperation „der arabischen Koalition“ in Jemen bislang ihr Ziel nicht erreicht. Die Bombenangriffe konnten den Vorstoß der Huthis nicht stoppen. Im Gegenteil: Bereits kurz nach dem Beginn der Bombenangriffe nahmen die Huthis die größte Stadt im Süden des Landes, Aden, unter ihre Kontrolle.

    Der Krieg im Jemen wird sich wohl in die Länge ziehen. Die Huthi-Rebellen und der Al-Qaida-Ableger im Jemen werden nicht so schnell aufgeben. Deshalb könnten die USA offiziell in den Krieg ziehen. Doch angesichts der Krisen im Irak, in Syrien, Afghanistan und Libyen wird US-Präsident Barack Obama wohl kaum noch eine weitere Front im Nahen Osten eröffnen.

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    Tags:
    Barack Obama, John Kerry, Iran, Jemen, Teheran, USA