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00:35 19 September 2019
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    Militärübung auf der Krim

    Befehlshaber der US-Landstreitkräfte für Europa malt Russland als Schreckgespenst

    © Foto : The press-service of the internal Troops of the Ministry for Internal Affairs of the Russian Federation
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    Laut dem Befehlshaber der US-Armee in Europa, Frederick Hodges, müssen die Nato-Mitgliedsstaaten angesichts der russischen Bedrohung zusammenrücken, heißt es in einem Artikel der russischen Tageszeitung „Moskowski Komsomolez“ am Montag.

    Wie der US-General in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Telegraph“ ausführte, sind die Beziehungen zwischen der Allianz und dem Kreml zwar sehr angespannt, aber dennoch sind weder ein neuer Kalter Krieg noch ein direkter Angriff Russlands auf einen Nato-Mitgliedsstaat zu erwarten.

    „Das ist keine Heuchelei. Das ist eine russische Drohung“, so Hodges. „Sie haben gehört, wie der russische Botschafter Dänemark mit Atomwaffen drohte, falls es sich dem Raketenabwehrprogramm anschließt. Wenn ein russisches Flugzeug ohne Transponder in unmittelbarer Nähe  an einem Passagierflugzeug vorbeifliegt, dann handelt es sich um  unprofessionelles Verhalten“.

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    © Sputnik / Alexander Kriazhev
    „Ich denke, dass eine militärische Konfrontation vermieden werden kann “, sagte Hodges. „Doch man muss kampfbereit sein, um die Effizienz der Diplomatie zu sichern“. „Wir sind nicht an einer militärischen Auseinandersetzung interessiert, doch wir wollen bei allen Waffentypen eine Überlegenheit haben. Ich denke nicht, dass wir hinter Russland zurückstehen, doch es hat es geschafft, Lücken in vielen Bereichen zu schließen“, so Hodges. „Ich denke nicht, dass es sich jetzt um eine Situation wie während des Kalten Krieges handelt“. „Wir wollen, dass Russland in die internationale Gemeinschaft zurückkehrt und wollen mit Russland im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus und die nuklearen Ambitionen des Irans kooperieren. Darin besteht der Unterschied zum Kalten Krieg“, so Hodges.

    Hodges zufolge strebt der Kreml keinen militärischen Konflikt mit der Nato an. Russlands Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Welt nehme ab. Niemand wolle unbedingt Russland als Schutzherren haben, so Hodges. „Warum wollen so viele Länder EU- bzw. Nato-Mitgliedsstaaten werden? Es geht um Werte. Sie wollen Sicherheit und Wohlstand“.

    Laut dem Politologen Anatoli Zyganok sind die Beziehungen mit der Nato tatsächlich schlecht. Wegen der Situation in der Ukraine unterstützen die USA die Machthaber in Kiew. Falls die USA Truppen in die Ukraine entsenden sollten, müsste Russland politisch bzw. sogar militärisch reagieren. Zudem habe die Nato ihre Aktivitäten im Baltikum verstärkt. Das westliche Militärbündnis sei zu einer realen Gefahr für Russland geworden, unter anderem seitdem US-Militärausbilder in der Ukraine tätig sind. Hodges versuche Russland als Gefahr darzustellen, um die europäischen Nato-Mitgliedsstaaten von ihrem Sparkurs bei den Militäretats abzubringen

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    Tags:
    NATO, Anatoli Zyganok, Frederick Ben Hodges, USA, Russland