16:08 21 Januar 2020
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    Am Montag hat in New York die UN-Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags begonnen. Experten zufolge müssen Moskau und Washington trotz der Sanktionen weiter über die Atomabrüstung verhandeln, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Der im russischen Außenministerium für den Atomwaffensperrvertrag zuständige Abteilungsleiter, Michail Uljanow, verlas bei der UN-Konferenz eine Botschaft  von Präsident Wladimir Putin. Demnach erfüllt Moskau alle Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrags. Russland habe sein Atomwaffenarsenal auf ein Minimum reduziert und dabei einen großen Beitrag zur Abrüstung geleistet.

    US-Außenminister John Kerry sagte während seiner Rede in New York, dass die vermittelnde Sechser-Gruppe (UN-Vetomächte plus Deutschland) und der Iran kurz vor dem Abschluss eines Atomabkommens stünden. Der US-Chefdiplomat forderte Nordkorea zudem auf, auf Nuklearwaffen zu verzichten und das Atomprogramm einzustellen.

    Nach Angaben Kerrys belief sich die Zahl der US-Atomsprengköpfe im September 2014 auf 4717. In den vergangenen 20 Jahren haben die USA 10 251 Sprengköpfe vernichtet. Zudem ging er auf den 2010 unterzeichneten START-III-Vertrag zwischen Russland und den USA ein, der einen weiteren Abbau der Atomwaffenarsenale und die Begrenzung der strategischen Offensivwaffen vorschreibt. Moskau und Washington würden zusammen mehr als 90 Prozent aller Atomwaffen besitzen, deswegen sei es wichtig, weiter an der Abrüstung zu arbeiten, so Kerry.

    Laut dem russischen Amerika-Experten Pawel Solotarjow zeigen die USA in den letzten Jahren eine eindeutige Position zum Unternehmen weiterer Schritte beim Abbau der Atomwaffen. Deswegen seien Verhandlungen im multilateralen Format nötig.

    Dem Experten Alexei Fenenko zufolge zeigen Kerrys Worte, dass die gegen Russland verhängten US-Sanktionen nur einzelne einschränkende Maßnahmen in einem Bereich sind. Die USA würden nicht auf Konfrontationskurs gehen wollen. Auch Russland wolle das nicht – kein einziges Mal habe sich Moskau mit den Problemen um den Atomwaffensperrvertrag wegen den Sanktionen rächen wollen, so der Experte.

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    Tags:
    Atomwaffen, Start-3-Vertrag, Michail Uljanow, John Kerry, Russland, USA