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    Siegesparade: Russland will militärische Stärke zur Schau stellen

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    RBC Daily
    70. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg (108)
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    Die bevorstehende Militärparade in Moskau anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg wird die größte in der neueren Geschichte Russlands sein, schreibt die Zeitung "RBC Daily" am Donnerstag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.

    Am 9. Mai werden insgesamt 16 000 Militärs über den Roten Platz marschieren, darunter Vertreter der Streitkräfte anderer Staaten, kündigte der Pressedienst der Militärbehörde an. Zum Vergleich: An der vorjährigen Parade nahmen 11 000 Soldaten teil, genauso wie 2010, im Jahr des 65-jährigen Jubiläums des Sieges.

    Am Anfang der Parade werden unmittelbar nach dem Präsidentenregiment sieben Kompanien in Uniformen der 1940er-Jahre über den Roten Platz paradieren.

    Der zweite Teil der Parade wird mit Militärtechnik aus dem Zweiten Weltkrieg eröffnet, und zwar mit mehreren Panzern T-34 und Panzermörsern SU-100.

    Während der Parade werden insgesamt 194 Einheiten Militärtechnik gezeigt, 33 mehr als 2010. Viele neue Waffen werden die Schaulustigen zum ersten Mal sehen. Dazu gehören unter anderem die neuen Raketenkomplexe Jars mit den 22 Meter langen interkontinentalen Feststoffraketen RS-24, die mehrere nukleare Sprengköpfe mit unabhängigen Zielanweisungssystemen tragen können.

    Eine weitere Neuheit sind die Anti-Panzer-Raketenkomplexe Kornet-D, die nicht nur gegen Boden-, sondern auch gegen Luftziele (Hubschrauber, Drohnen) eingesetzt werden können.

    Am meisten wird die Premiere der neuen Panzertechnik auf der universalen Raupenplattform Armata erwartet: Panzer, Schützenpanzerwagen und Selbstfahrlafetten.

    Die Entwicklung der „Armata“-Plattform hatte Dutzende Milliarden Rubel gekostet. Ende 2014 gab es jedoch Medienberichte, das russische Militär wäre mit den ersten Exemplaren unzufrieden, weil ihre technischen Daten angeblich nicht den zuvor angekündigten entsprächen. Oleg Sijenko, Generaldirektor des Betriebs Uralwagonsawod, in dem diese Kampffahrzeuge gebaut werden, dementierte jedoch diese Behauptungen und betonte, die Einwände hätten nur dem zu hohen Preis gegolten.

    Der Kreml wolle die Schlagkraft der nationalen Streitkräfte demonstrieren, findet der Militärexperte Viktor Murachowski. Nach seinen Worten ist es das erste Mal seit 1977, dass bei der Siegesparade neue Panzertechnik gezeigt wird. Dabei solle vor allem die russische Bevölkerung und nicht der Westen die Stärke der russischen Armee sehen, so der Experte. Den Russen solle vermittelt werden, dass die 20 Billionen Rubel (mehr als 350 Milliarden Euro nach dem aktuellen Wechselkurs) für das staatliche Umrüstungsprogramm für konkrete Projekte ausgegeben und nicht nur gestohlen werden, wovon der jüngste Skandal um die Firma Oboronservis zeuge.

    Am Ende der Moskauer Parade werden die Luftstreitkräfte zum Einsatz kommen, insgesamt 150 Flugzeuge und Hubschrauber (um 23 mehr als 2010).

    Militärparaden werden am 9. Mai in insgesamt 18 russischen Städten stattfinden. Daran werden laut dem Verteidigungsministerium ungefähr 85 000 Soldaten teilnehmen.  

     

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    Parade, T-14-Panzer, Armata, Anti-Panzer-Raketenkomplex Kornet-D, RS-24, Su-100, T-34-Panzer, 70. Jahrestag des Sieges, Russland