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    Die Welt feiert 70 Jahre Befreiung vom Faschismus

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    Nesawissimaja Gaseta
    70. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg (108)
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    Der Tag der Befreiung Europas vom Faschismus wird in der ganzen Welt gefeiert, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    In vielen Ländern werden im Mai die Tage des Gedenkens und der Versöhnung begangen, obwohl sie auch verschieden genannt werden. In Großbritannien ist es der Tag des Sieges in Europa, in Norwegen der Tag der Befreiung, in der Slowakei der Tag des Sieges über den Nazismus, in den USA – der Tag des Gedenkens. Das Gedenken an eine gemeinsame Heldentat und die Trauer bringt weltweit viele Nationen zusammen.

    Auf Initiative Polens werden die Präsidenten der osteuropäischen Länder der Opfer des Zweiten Weltkriegs in Danzig, wo die ersten Salven des Krieges am 1. September 1939 zu hören waren, gedenken. Darüber berichtete der polnische Fernsehsender tvn 24 unter Berufung auf eigene Quellen. Zur Gedenkstätte Westerplatte an der Ostsee kommen am 7. und 8. Mai die Präsidenten Polens, Bulgariens, Ungarns, Lettlands, Litauens, Rumäniens, der Slowakei, Sloweniens, Tschechiens, Estlands und der Ukraine.

    Das polnische Außenministerium veröffentlichte eine Erklärung, in der sich Polen das Recht vorbehält, Veranstaltungen anlässlich des 70. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs durchzuführen. Das polnische Volk habe gegen den Faschismus vom ersten bis zum letzten Tag dieses tragischen Krieges gekämpft, heißt es weiter. Polens Außenminister Grzegorz Schetyna betonte, es wäre logischer, den Jahrestag in London bzw. in Berlin statt in Moskau zu feiern. „Wir haben uns aus irgendwelchem Grund daran gewöhnt, dass Moskau der Ort ist, wo des Endes der militärischen Handlungen gedacht wird“, sagte Schetyna.

    Danzig war bereits vorher Austragungsort von Gedenkveranstaltungen zum Zweiten Weltkrieg. Am 1. September des Vorjahres fanden dort Veranstaltungen anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsbeginns statt. Auch Mitglieder der britischen Königsfamilie und Frankreichs Präsident Francois Hollande erwägen eine Reise nach Danzig. Dabei wandten sich die französischen Parlamentarier an den Präsidenten mit dem Aufruf, am 9. Mai nach Moskau zu reisen. Ihnen zufolge würde die Teilnahme Hollandes an den feierlichen Veranstaltungen in Moskau die gemeinsamen Anstrengungen Frankreichs und Russlands im Kampf gegen den Nazismus unterstrichen.

    Auch in Frankreich wird der Tag des Sieges in mehreren Städten gefeiert. In Reims findet am 7. Mai eine Veranstaltung zur Kapitulation Deutschlands statt, am 8. Mai in Paris eine feierliche Zeremonie am Triumphbogen.

    In Großbritannien werden die Feierlichkeiten drei Tage dauern. Am 8. Mai werden in ganz Großbritannien 100 Lichttürme leuchten. Am Grab des unbekannten Soldaten wird es einen Gedenkgottesdienst geben. Am 9. Mai finden feierliche Veranstaltungen statt. In allen Kirchen Großbritanniens werden morgens die Glocken läuten. Am Abend ist ein Konzert mit Weltstars geplant. Am 10. Mai ist in Westminster Abbey eine Zusammenkunft mit Kriegsveteranen samt Familien, Vertretern der Königsfamilie, der Alliierten und der Commonwealth-Länder sowie mit Diplomaten und hochrangigen Militärs vorgesehen.

    In Washington wird nicht nur der Soldaten gedacht, die an den Fronten in Europa kämpften, sondern auch derjenigen, die im Hinterland für die Sicherung der technischen Überlegenheit der Alliierten sorgten. Am 8. Mai werden über Washington mehr als 40 Flugzeuge aus der Kriegszeit zu sehen sein, darunter Kingcobra P-63 und der legendäre Superfortress B-29, der Deutschland und Japan bombardiert hatte.

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    Tags:
    Faschismus, Parade, Zweiter Weltkrieg, 70. Jahrestag des Sieges, USA, Frankreich, Russland, Polen, Großbritannien