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12:58 19 September 2019
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    Migranten in China

    Chinas Wirtschaftswunder währt nicht ewig

    © AP Photo / Alexander F. Yuan
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    Laut Ökonomen gehen China die Arbeitskräfte aus, weil der Zuzug von Landbewohnern in die Industriezentren zurückgeht. Dadurch verliert die chinesische Wirtschaft an Wachstumstempo. Um neue Wachstumsquellen zu finden, muss China ehrgeizige Wirtschaftsreformen einleiten, schreibt die „Wedomosti“ am Mittwoch.

    30 Jahre lang stützte sich das chinesische Wirtschaftswachstum auf die Migration aus der Landwirtschaft in die Industrie- und Baubranche. Laut einigen Experten hat China den so genannten Lewis-Turning-Point erreicht, an dem die sich unerschöpflich anmutende Land-Stadt-Migration dem Ende zuneigt und die Löhne steigen. Allerdings sprechen die Experten von einer „Übergangsperiode”.

    Der Ökonom Ha Jiming von Goldman Sachs in Hongkong ist der Meinung, dass dieser Zustand schon erreicht wurde. Der Anteil der arbeitsfähigen Bevölkerung in China werde in diesem Jahr  den Höhepunkt von 72 Prozent erreichen und danach zurückgehen.

    Laut dem Sozialwissenschaftler Tsai Fang wird das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in China von 2016 bis 2020 auf 6,1 Prozent zurückgehen. Einer der Gründe dafür sei der Rückgang der Arbeitskräfte, so der Experte.  2014 sei die Zahl der Arbeitsmigranten nur um 1,3 Prozent gestiegen. Der zweite Grund dafür seien die älter werdende Bevölkerung und die Konsequenzen der so genannten „Ein Kind“-Politik, weshalb es an jungen Arbeitskräften mangele. Dem Leiter der chinesischen Statistikbehörde, Ma Jiantang, zufolge, erreichte die Zahl der chinesischen Bürger im Alter von 15 bis 60 Jahren ihren demoskopischen Höhepunkt im Jahr 2011.

    Jetzt steht China vor der schwierigen Aufgabe, die Leistungsfähigkeit der Stadtbevölkerung durch eine effektive Steuerung des Kapitals, des Managements und der Entwicklung von Technologien zu steigern.

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    Tags:
    BIP, Hongkong, China