15:52 21 August 2017
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    Landungsschiff “Alexander Otrakowski”

    China und Russland halten gemeinsames Manöver im Mittelmeer ab

    © Foto: Russian Northern Fleet
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    Nesawissimaja Gaseta
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    Am 11. Mai begannen Russland und China im russischen Noworossijsk ein gemeinsames Seemanöver mit zehn Kriegsschiffen. Vom 16. bis 21. Mai übt die Marine der beiden Länder im Mittelmeer, schreibt die “Nesawissimaja Gaseta” am Mittwoch.

    Bei den Übungen werden russische Marineschiffe wie der Lenkwaffenkreuzer “Moskwa”, die Fregatte “Ladnyj”, die großen Landungsschiffe “Alexander Otrakowski” und “Alexander Schabalin” usw. eingesetzt. Der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow betonte, dass das Manöver gegen keine dritte Partei gerichtet und nicht mit der regionalen politischen Lage verbunden sei. Das Ziel der Übung sei die gemeinsame Gewährleistung der Sicherheit in den Weltmeeren.

    Das vierte Manöver “Zusammenarbeit im Meer” findet erstmals im Mittelmeer statt, wo NATO-Schiffe ständig stationiert sind. Russland und China haben in der Region ihre Interessen und verfolgen ihre strategischen und geopolitischen Ziele. Nach Angaben aus Moskau will China mit dem gemeinsamen Manöver Russland unterstützen.

    Laut chinesischen Experten geht es bei den diesjährigen Übungen vor allem um die Luftabwehr, U-Boot-Abwehr und Überwasserschiffs-Abwehr. Dabei werden mögliche Bedrohungen simuliert. Experten zufolge soll das Vertrauen zwischen beiden Ländern im strategischen Bereich gestärkt werden. Am 9. Mai hatte der russische Präsident Wladimir Putin geäußert, dass  “die Beziehungen zwischen Russland und China ein noch höheres Niveau erreichen”.

    Bereits 2014 hatten russische und chinesische Schiffe im Mittelmeer im Rahmen der UN-Mission zum Abtransport von Chemiewaffen aus Syrien kooperiert. Im Januar und Februar 2014 gab es gemeinsame Marineübungen zwecks Förderung der operativen Kompatibilität beider Seiten. Dem russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu zufolge sorgt eine engere Militärkooperation mit Peking für mehr Stabilität in der Welt.

    Im August wollen Russland und China zudem ein Manöver im Japanischen Meer abhalten. Dabei soll das Zusammenwirken  bei Friedensmissionen und Anti-Piraterie- bzw. Anti-Terror-Einsätzen  geübt werden.

    Westliche Medien spekulieren bereits über ein russisch-chinesisches Militärbündnis, das gegen die USA gerichtet wäre. Die britische Zeitung “The Telegraph” schreibt beispielsweise, das Manöver zeige Chinas Streben nach der Erweiterung seiner strategischen Grenzen und einer Partnerschaft mit Moskau, die gegen den Westen gerichtet sei.

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    Raketenkreuzer Moskwa, Landungsschiff Alexander Schabalin, Landungsschiff Alexander Otrakowski, Fregatte Ladnyj, NATO, Anatoli Antonow, USA, China, Russland
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