06:08 21 Januar 2020
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    Am Montag ist eine von Regierungschef Dmitri Medwedew unterzeichnete Anordnung veröffentlicht worden, die den Transit von Nato-Technik durch Russland untersagt.

    Das russische Außenministerium ist beauftragt worden, ausländische Regierungen und internationale Organisationen zu informieren, dass der Transitweg geschlossen worden ist, schreibt die „Wedomosti“ am Dienstag.

    Ein Nato-Vertreter in Brüssel erklärte, dass die ISAF ihren Einsatz am Hindukusch am 31. Dezember 2014 beendet und die Verantwortung für die Stabilität und Sicherheit den lokalen Behörden übergeben hatten. Deswegen sei der Transit durch Russland nicht mehr nötig. Der Leiter des Nato-Informationsbüros in Moskau, Robert Pshel, teilte mit, die wichtigsten Transporte wurden bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. Deswegen sei der Transit durch Russland nicht mehr notwendig.

    Nach Angaben einer Quelle im Verteidigungsministerium eines Nato-Landes wurden die tödlichen Waffen per Flugzeug auf Grundlage der bilateralen Abkommen befördert. Von 2011 bis 2012 wurde über die Einrichtung eines Logistik-Zentrums in der russischen Stadt Uljanowsk verhandelt, was aber nicht realisiert wurde. Bereits im Mai 2014 wurde der Transit durch Russland de facto eingestellt, als Unternehmen keine Aufträge für solche Transporte mehr hatten.

    Dennoch funktioniert die Zusammenarbeit zwischen dem Westen und Russland in Bezug auf Afghanistan in einigen Richtungen. Nach den Angaben einer Quelle aus der russischen Rüstungsindustrie wurden auf Betreiben des Pentagons die US-Sanktionen gegen den Erwerb von Zulieferteilen und weitere Dienstleistungen zur Sicherung der Kampfbereitschaft der zuvor erworbenen 60 Mi-17-Hubschrauber für die afghanische Nationalarmee aufgehoben.

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    Tags:
    NATO, ISAF, Dmitri Medwedew, Robert Pshel, Russland, Afghanistan