06:39 24 Oktober 2020
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    Beziehungen Russlands mit den Nato-Staaten (247)
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    Die überraschend angesetzte Überprüfung der Einsatzbereitschaft der russischen Luftstreit- und Luftabwehrkräfte ist eine Antwort auf die Nato-Manöver in Skandinavien, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Westliche Medien machten darauf aufmerksam, dass die überraschende Überprüfung der russischen Luftstreitkräfte im Wehrbezirk Zentrum nur wenige Stunden nach Beginn der Manöver „Arctic Challenge Exercise 2015“ (ACE-2015) der Nato und skandinavischer Länder begann.

    Der schwedische Regierungschef Stefan Löfven sagte, dass die Streitkräfte seines Landes bereit seien, eine russische Aggression abzuwehren. Schweden müsse seine militärische Stärke ausbauen, die Beteiligung an solchen Manövern fördere diese Aufgabe, so Löfven. Inwieweit sich Russland gegenüber Schweden und anderen Ländern aggressiv verhält, ist schwer zu sagen. Doch die zum zweiten Mal in den nördlichen Gebieten Schwedens, Norwegens und Finnlands abgehaltenen Übungen sind die größten in der Region. Neben den skandinavischen Ländern werden an den Übungen Einheiten aus 15 weiteren Staaten teilnehmen, darunter aus den USA, Großbritannien, Niederlanden, der Schweiz, Deutschlands, Frankreichs.

    Insgesamt sollen 115 Flugzeuge aus neun Ländern und rund 4000 Soldaten eingesetzt werden. Bei dem Manöver kommen Kampfjets sowie Radar-, Transport- und Tankflugzeuge zum Einsatz. „Das Ziel besteht in der gemeinsamen Ausbildung und dem Training der Einheiten sowie in der Durchführung von schwierigen Luftoperationen in enger Kooperation mit den Nato-Partnern“, so der norwegische General Jan Ove Rygg.

    Bei den Übungen gibt es keine russischen Beobachter. Zudem war nicht ganz klar, welche Aufgaben die Luftstreitkräfte der nordischen Länder und der Nato nahe den russischen Grenzen erfüllen werden. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte Russland dazu aufgerufen, mehr Informationen über dessen Manöver bereitzustellen. Zudem äußerte er seine Beunruhigung wegen der wachsenden Zahl von nicht angekündigten Manövern. Russlands Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow verwies derweil darauf, dass am Montag über die  bevorstehende Überprüfung der Kampfbereitschaft der Luftstreitkräfte informiert worden sei, obwohl dies das Wiener Dokument bei diesem Manöver nicht unbedingt verlangt.

    Russland prüft die Fähigkeit zur Abwehr von Luftangriffen und die Verlegung von Luftabwehreinheiten in neue Gebiete. Insgesamt werden 12.000 Soldaten, 250 Flugzeuge und Hubschrauber sowie 700 Einheiten Militärtechnik und Waffen eingesetzt. Damit ist die Zahl der eingesetzten Flugzeuge doppelt so hoch wie beim Nato-Manöver „Arctic Challenge Exercise 2015“.  Allerdings verläuft die Übung in großer Entfernung zum Manöver der skandinavischen und Nato-Länder.

    Die Manöver an den Grenzen im Nordwesten Russlands nehmen in letzter Zeit kontinuierlich zu. Im Mai hielt die Nato vor der Küste Norwegens das Anti-U-Boot-Manöver „Dynamic Mongoose“ ab.

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    Tags:
    NATO, Stefan Löfven, Anatoli Antonow, Jens Stoltenberg, Schweden, Moskau, Norwegen, Russland, Frankreich, Deutschland, Skandinavien