11:21 16 Dezember 2019
SNA Radio
    USA

    US-Präsidentenwahl 2016: Annäherung an Russland nicht in Sicht

    © Flickr / thisisbossi
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Von
    1746
    Abonnieren

    Moskau sollte nicht mit einer Verbesserung der Beziehungen zu den USA nach der dortigen Präsidentschaftswahl 2016 rechnen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Montag.

    Die Favoriten der Demokraten und der Republikaner im Rennen um das Präsidentenamt, Hillary Clinton und Jeb Bush, hatten sich in der vorigen Woche erstmals zum Thema Außenpolitik geäußert.

    Clinton sagte am Samstag in New York unter anderem: „Kein anderes Land auf der Welt hat eine bessere Ausgangsposition, um im 21. Jahrhundert zu gedeihen. Kein anderes Land kann die traditionellen Gefahren durch Staaten wie Russland, Nordkorea und Iran abwehren und den Aufstieg neuer Großmächte wie China in den Griff bekommen. Als Ihre Präsidentin werde ich mein Bestes für die Sicherheit Amerikas tun.“

    Auch in ihrer Amtszeit als Außenministerin hatte Clinton Russland häufig kritisiert. Ihr zufolge könnte die Sowjetunion unter neuen Namen wie Zollunion oder Eurasische Union wiederhergestellt werden. Sie versicherte aber, dass die USA „einen effektiven Weg finden würden, um diesen Prozess zu unterbinden oder zu verlangsamen“. Vor kurzem warf Clinton den europäischen Ländern eine „zu feige“ Haltung gegenüber Moskau vor. Falls der Kreml bei seinem Vorgehen in der Ukraine auf keinen Widerstand stoße, würde er versuchen, den gesamten postsowjetischen Raum in sein Einflussgebiet zu verwandeln, warnte sie.

    Clintons wahrscheinlicher Opponent, Jeb Bush, wird seine Beteiligung am Wahlkampf voraussichtlich heute in Miami verkünden. In der vorigen Woche stellte er sich in Deutschland, Polen und Estland vor. Dabei traf er sich mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, dem designierten polnischen Präsidenten Andrzej Duda und dem estnischen Staatschef Toomas Hendrik Ilves.

    US-Experten glauben, dass Jeb Bush auf Distanz zu seinem älteren Bruder George gehen und versuchen will, die Welt zu überzeugen, dass er sich in der Außenpolitik besser auskennt und den Iran nicht mit dem Irak verwechseln wird.

    Auch Bush gab zu verstehen, dass eine Annäherung an Russland unwahrscheinlich ist. Unter anderem nannte er den russischen Präsidenten Wladimir Putin „skrupellos“ und betonte, dass Washington dem „aggressiven” Vorgehen Moskaus stärker widerstehen sollte. „Wer zweifelt denn daran, dass Russland das tun wird, was es will, falls es keine Antwort auf seine Aggression bekommt?“

    Sowohl die USA als auch die europäischen Länder reagieren nicht stark genug auf Russlands Aktivitäten, so Jeb Bush weiter. „Die Russen stationieren in der Region, und zwar unmittelbar in der Nähe unserer Verbündeten, Zehntausende Soldaten. Unsere Antwort darauf ist wesentlich schwächer.“

    Er sprach sich für neue Nato-Übungen in Osteuropa und für einen Ausbau der US-Militärpräsenz in der Region auf Tausende (statt der aktuellen Hunderten) Soldaten aus. „Nur dann kann ein unerwünschtes Szenario verhindert werden.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Schließung von Basen für US-Militär? Pentagon-Sprecher nimmt zu Erdogans Drohung Stellung
    Assad: USA verkaufen Türkei von syrischen Ölfeldern gestohlenes Erdöl
    Diese Länder haben 2019 weltweit den größten Einfluss – US-Magazin
    Tags:
    Sicherheit, Wladimir Putin, Hillary Clinton, New York, USA, Russland