11:47 16 Dezember 2019
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    Ein US-amerikanischer Panzer

    Bedrohung für Russland: USA erwägen Panzer-Stationierung in Osteuropa

    © AFP 2019 / Ilmars Znotins
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    Nach Angaben der “New York Times” könnten demnächst schwere US-Panzer in Osteuropa stationiert werden, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Aus den USA kommende Militärtechnik gibt es bereits in der Nähe der russischen Grenze. Aber nicht in den Nato-Ländern, sondern in der Ukraine. Sie wurde dieser Tage aus Ungarn geschickt, bestätigte der Sprecher des ukrainischen Grenzschutzes, Oleg Slobodjan.
    Am vergangenen Freitag hatte der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko während eines Telefongesprächs US-Vizepräsident Joe Biden dazu aufgerufen, tödliche Waffen an sein Land zu liefern. 

    Die Stationierung von Panzern, Artillerie-Anlagen und anderer gepanzerter Technik in osteuropäischen Ländern wird von Washington und seinen Verbündeten als Antwort auf die Ereignisse in der Ukraine erwogen. Die ukrainischen Behörden warfen Russland mehrmals vor, im Donezbecken einen großen Militärverband konzentriert zu haben. Russland wies diese Anschuldigungen zurück.

    Nach Angaben der USA sind die Pläne zur Präsenz von Panzern unweit der russischen Grenzen eine notgedrungene Maßnahme. Kampffahrzeuge könnten in Litauen, Lettland, Estland, Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn stationiert werden.

    Nato-Übungen in Polen
    © REUTERS / Franciszek Mazur / Agencja Gazeta
    Nach “New York Times”-Informationen haben das Weiße Haus und das Pentagon diese Pläne offiziell noch nicht gebilligt. Die Stationierung von schweren Waffen in Osteuropa ist aus Sicht des ehemaligen Nato-Befehlshabers für Europa, Admiral James Stavridis, „eine sehr bedeutsame Änderung der bisherigen Politik”. Dieser Schritt beruhige die besorgten Verbündeten, obwohl dies nicht mit einer ständigen Stationierung von Soldaten zu vergleichen wäre“.

    Das russische Verteidigungsministerium bereitet allem Anschein nach Gegenmaßnahmen vor. Davon zeugen die Pläne zur Umrüstung der Raketen-Einheit im Gebiet Kaliningrad mit operativ-taktischen „Iskander-M“-Raketen. Dem Chef der Raketentruppen und der Artillerie der Landstreitkräfte, Generalmajor Michail Matwejewski, zufolge wird die Umrüstung bis 2018 laufen. Auch in Weißrussland baut Russland seine Militärpräsenz aus.

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    Tags:
    Waffen, NATO, Joe Biden, Petro Poroschenko, Michail Matwejewski, Ungarn, Donezk, Ukraine, Russland, USA