07:32 15 Dezember 2017
SNA Radio
    Wirtschaftsforum in St. Petersburg 2015

    Wirtschaftsforum in St. Petersburg lockt wieder westliche Investoren an

    © Sputnik/ Alexej Danitschew
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Wedomosti
    Petersburger Wirtschaftsforum 2015 (26)
    0 673

    Viele westliche Investoren werden beim diesjährigen Internationalen Petersburger Wirtschaftsforum erwartet, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Donnerstag.

    Die Gäste des Wirtschaftsforums in der Metropole an der Newa sind vor allem arabische und chinesische Investoren. Doch das Forum findet ausgerechnet in den ersten Tagen des muslimischen Fastenmonats Ramadan statt. Das Wirtschaftsforum sei dennoch nicht verschoben worden, obwohl die östlichen Investoren heute sehr wichtig für Russland seien, klagte ein Manager eines russischen Staatsunternehmens.

    Einige der vielen westlichen Investoren wollen ihre Teilnahme an dem russischen Wirtschaftstreffen nicht groß zur Schau stellen, aber auch nicht geheim halten. Andere wiederum kommen inkognito. Wichtig seien nicht nur die Gesprächsrunden, sondern auch Kontakte abseits der eigentlichen Veranstaltungen, so einer der Veranstalter des Forums.

    Laut dem Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, werden bei dem Forum 900 Unternehmenschefs aus 114 Ländern (im vergangenen Jahr waren es 62 Länder) vertreten sein. Aus den USA kommen zwölf Unternehmensbosse.

    Zu den Teilnehmern gehören David Bonderman von TPG, Barton Dominic von McKinsey & Company, Aaron Frenkel von Lloyds Investment, Michael Blare von Debevoise & Plimpton, Hans-Paul Bürkner von Boston Consulting Group, u.a.

    Laut einem der Organisatoren wollen der Exekutivdirektor der Investmentbank UBS, Andrea Orcel, der Exekutivdirektor von JPMorgan, Edward Franklin, und die Führung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung keine große Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

    Am Donnerstagabend werde Präsident Wladimir Putin mit den Chefs der größten Investmentfonds, darunter US-amerikanischen, zusammentreffen, so Berater Uschakow. Es handelt sich anscheinend um die Leiter von TPG und Blackstone.

    Westliche Investoren kommen aus zwei Gründen nach Russland. Der erste ist politischer Art. Diesmal hätten die US-Behörden keinen großen Druck ausgeübt, heißt es aus den Unternehmen. „Im vergangenen Jahr haben die US-Behörden die Unternehmen angerufen und gebeten, nicht zu fahren. In diesem Jahr wurde im Falle eines Anrufs zwar empfohlen, nicht zu fahren, und wenn nicht, dann rufen wir selbst auch nicht an“, so ein Top-Manager eines Finanzunternehmens.

    Die Organisatoren des Forums hatten gebeten, den Druck zu lockern. Es gab einige entsprechende Treffen mit dem US-Botschafter in Russland.

    Ein weiterer Grund für die rege Teilnahme der westlichen Investoren sind die sehr günstigen russischen Aktiva. Der MSCI-Russia-Index ist seit Jahresanfang deutlich gestiegen. Viele wollen jetzt mehr Risiko bei Aktiengeschäften eingehen. Laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young sind nur 15 Prozent der Chefs der in Russland tätigen westlichen Unternehmen der Ansicht, dass sich die makroökonomischen Bedingungen im letzten Jahr deutlich verschlechtert haben. Für 59 Prozent haben sich die Bedingungen unbedeutend verschlechtert, für 15 Prozent haben sie sich nicht verändert.

    Themen:
    Petersburger Wirtschaftsforum 2015 (26)

    Zum Thema:

    Mangold: Wirtschaftskontakte mit Russland sind Beitrag zum Abbau von Sanktionen
    Russlands Verhandlungen zu Bau von Turkish-Stream mit Griechenland auf „Zielgeraden“
    Saudi-Arabien und Russland nähern sich wieder an
    Tags:
    SPIEF, Juri Uschakow, USA, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren