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06:54 13 November 2019
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    Nato-Hauptquartier in Brüssel

    Nato öffnet Tür für Beitritt von Montenegro

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    Die Nato hält Montenegro derzeit für den einzigen Beitrittskandidaten. Der entsprechende Beschluss könnte bereits im Dezember bei einem Treffen der Nato-Außenminister statt beim Gipfel im Juli 2016 getroffen werden, berichtet die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Die Nato begann ihre großangelegte Erweiterung nach dem Zerfall der Sowjetunion und  des Warschauer Pakts – von 1999 bis 2009 traten dem westlichen Militärbündnis fast alle Länder des ehemaligen Ostblocks — ausgenommen vier ehemalige Republiken Jugoslawiens (Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien) —  sowie die drei baltischen Länder bei. Polen kündigte an, beim Nato-Gipfel im Juli 2016 in Warschau auch Mazedonien und Montenegro zu einem Anschluss an die Allianz einzuladen.

    „Montenegro ist ein perfekter Kandidat“, sagte eine diplomatische Quelle eines Nato-Mitgliedsstaates. In der nächsten Zukunft habe kein anderes Land reale Beitrittschancen.

    „Montenegro ist das einzige Nicht-Nato-Kettenglied in der Kette der Nato-Länder. Alle unseren Nachbarn an der Adria sind Nato-Mitglieder. Wir haben keinen anderen Weg zur Gewährleistung der Sicherheit. Zudem ist die Nato-Mitgliedschaft die sicherste Garantie für Investoren, von denen wir stark abhängen“, hieß es aus Regierungskreisen in Montenegro.

    Laut „Kommersant“-Angaben hatte Montenegro bereits beim Nato-Gipfel in Cardiff im September auf eine Einladung gewartet. Doch es wurde beschlossen, die Entscheidung bezüglich Montenegro auf das Außenministertreffen im Dezember zu vertagen, ohne auf den nächsten Gipfel am 8./9. Juli 2016 in Warschau zu warten.

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    Tags:
    Warschauer Pakt, NATO, Montenegro, Mazedonien