02:46 19 September 2020
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    Russische Hilfsgüter für Ost-Ukraine (149)
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    Die Regierung in Kiew hat Moskau ein neues Schema für die Hilfslieferungen in das Donezbecken vorgeschlagen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Kiew will die Hilfsgüter künftig per Eisenbahn in die Donbass-Region schicken. Der Zug soll die ukrainische Grenze nahe der Ortschaft Topoli im Gebiet Charkow passieren. Nach einer Inspektion der aus Russland kommenden Fracht in Kupjansk sollen die Waggons mit ukrainischen Hilfsgütern angeschlossen werden. Zudem soll Moskau eine Woche vor der Lieferung dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz, dem UN-Flüchtlingskommissar bzw. anderen internationalen Organisationen sowie dem ukrainischen Sozialministerium Auskunft über den Inhalt der Fracht geben.

    Das Dokument wurde der russischen Seite in einer Sitzung der Kontaktgruppe zur Regelung der Situation in der Ostukraine übergeben. Die russischen Behörden haben bislang keine Stellung zu dem Dokument genommen, da es noch nicht erörtert wurde.

    Moskau hält es für zweckmäßig, die Modalitäten für die Hilfslieferungen in der Arbeitsgruppe für humanitäre Fragen zu besprechen.

    Der Vertreter der Volksrepublik Lugansk in der Kontaktgruppe, Wladislaw Dejnego, versteht nicht, weshalb das Ganze notwendig ist. „Die ukrainischen Zollbeamten haben derzeit alle Möglichkeiten zur Inspektion der Kolonnen. Falls sie ihren Zollbeamten an den Autobahnen nicht vertrauen und stattdessen den Bahnzollbeamten vertrauen, dann sollten sie diese Frage mit den eigenen Zollbeamten klären“, so Dejnego. Die Volksrepubliken Donezk und Lugansk würden jeden vernünftigen Vorschlag unterstützen.

    Seit August vergangenen Jahres hat das russische Zivilschutzministerium insgesamt 31 Hilfskonvois ins Donezbecken geschickt, die mehr als 39.000 Tonnen Güter in die notleidenden Gebiete brachten.

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    Wladislaw Dejnego, Charkow, Lugansk, Donezk, Donbass, Ukraine, Russland