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    US-Raketenabwehr

    Gegen Russland: USA rüsten sich für Krieg der Sterne

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    Nesawissimaja Gaseta
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    Unter dem Vorwand der wachsenden militärischen Aktivitäten Russlands wollen die USA den Luft- und Weltraum aufrüsten.

    Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus den gestrigen Erklärungen der US-Luftwaffenchefin Deborah Lee James und Mike Rogers, des Vorsitzenden eines wichtigen Verteidigungs-Unterausschusses im Repräsentantenhaus, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Die Air-Force-Chefin ist der Ansicht, dass Russland die größte Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA ist. Deswegen rüsten die USA in Europa auf.

    Rogers geht das sogar nicht weit genug und forderte das Weiße Haus auf, den Militäretat zu erhöhen und die Stationierung von Abwehrraketen im Weltraum zu erörtern.

    In Washington häufen sich ähnliche Erklärungen und Vorschläge. Nicht alle müssen ernstgenommen werden. Doch Moskau ist darüber beunruhigt, dass die USA den Weltraum aufrüsten könnten. Deswegen ist dieses Thema weiterhin sehr aktuell für Russland. Es ist kein Zufall, dass der Kreml seine modernsten Abwehrraketen im Westen Russlands stationiert. Wie der russische Militärsprecher Oleg Kotschetkow mitteilte, werden drei Flugabwehrregimenter des Militärbezirks West mit S-400-Raketen ausgerüstet. Außerdem bekommen zwei Luftabwehrregimenter des Militärbezirks West in diesem Sommer Panzir-S-Abfangraketen mit besseren technischen Daten. Zudem sollen bis zum Jahresende in der Baltischen Flotte zusätzliche Panzir-S-Systeme in Dienst gestellt werden. Dennoch ist klar, dass es sehr schwer sein wird, Russland völlig vor einem Luftangriff zu schützen. Neue Haushaltsgelder für die Entwicklung von modernsten Flugabwehrsystemen sind nötig.

    Russlands Vizepremier Dmitri Rogosin betonte am Mittwoch im Föderationsrat, dass an der Wiederbelebung der Raketenfrühwarnsysteme im Weltraum gearbeitet werde. Bis 2020 solle diese Aufgabe gelöst werden.

    Russlands Pläne zum Aufbau einer Raketenabwehr im Weltraum beunruhigen die USA. Der stellvertretende Pentagon-Chef Robert Work ist davon überzeugt, dass Moskau die US-Methoden bei der Kriegsführung analysiert habe und sich darauf vorbereite, Systeme im Weltraum anzugreifen, weil dies ein sensibler Punkt der militärischen Stärke der USA sei. Work nannte Russland eine „eindeutige Bedrohung nach seinem aggressiven Vorgehen gegen die Ukraine“.

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    Tags:
    Raketenabwehr, S-400, Panzir-S-System, Mike Rogers, Robert Work, Oleg Kotschetkow, Dmitri Rogosin, Deborah Lee James, Ukraine, Russland, USA