22:28 10 April 2020
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Während über die Zweckmäßigkeit eines UN-Tribunals zum MH17-Absturz in der Ostukraine diskutiert wird, teilte die niederländische Generalstaatsanwaltschaft mit, dass in zwei Richtungen ermittelt wird – die Maschine wurde entweder vom Boden oder in der Luft von einer Rakete abgeschossen.

    Ein Zwischenbericht zu den Untersuchungsergebnissen soll Ende des Jahres veröffentlicht werden, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Montag.

    Fast gleichzeitig mit der Erklärung der niederländischen Generalstaatsanwaltschaft wurde in New York vermeldet, dass die für nächste Woche geplante Abstimmung zur Einrichtung eines UN-Tribunals zum MH17-Absturz verschoben wurde.

    Man könnte vermuten, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen gibt. Die Länder, die die Einrichtung eines UN-Tribunals fordern (Malaysia, Belgien, Großbritannien, Australien und die Ukraine) rechnen damit, dass es bei den Ermittlungen in den Niederlanden einen Hinweis darauf gibt, dass die Boeing der Malaysia Airlines vom Boden abgeschossen wurde und die Aufständischen des Donezkbeckens dafür verantwortlich gemacht werden.

    Nach Angaben der niederländischen Generalstaatsanwaltschaft sind die Schuldigen noch nicht ermittelt worden. Die Beibehaltung der Version über den Abschuss der Boeing aus der Luft würde bekräftigen, dass Kiew die Verantwortung dafür trägt. In diesem Fall würden die ukrainischen Behörden in eine peinliche Lage geraten.

    Russland hat die Einrichtung eines UN-Tribunals als kontraproduktiv bezeichnet. „Von der Schaffung eines solchen Gremiums kann erst dann geredet werden, wenn die Ermittlungen beendet sind“, sagte der stellvertretende russische Außenminister Gennadi Gatilow.

    Im russischen Außenministerium wurde mehrmals betont, dass mehrere westliche Länder versuchen, die Boeing-Katastrophe als Gefahr für die Sicherheit darzustellen. Zudem streben vor allem Washington und London und nicht Malaysia die Einrichtung des Tribunals an. Was die Polittechnologen in der UNO wollen, liegt auf der Hand – das zu erwartende Veto Russlands im UN-Sicherheitsrat soll als dessen Unwillen ausgelegt werden, die Verantwortlichen für die Tragödie zu bestrafen.

    Dabei tragen die Niederlande, die Ukraine und Malaysia selbst die Verantwortung für die MH17-Katastrophe, weil sie das Flugzeug über das umkämpfte Gebiet fliegen ließen.

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    Flugzeugabsturz, MH17, Uno, Gennadi Gatilow, Donezk, Malaysia, Niederlande, Ukraine, Russland