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    Der US-Wahlkampf gewinnt an Fahrt – Milliardär Donald Trump hat sich im Vorwahlkampf der Republikaner an die Spitze gesetzt, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Donnerstag.

    Der exzentrische Milliardär ist der größte Newsmaker bei den Primaries. Mit seinen verbalen Entgleisungen hat sich Trump ins Rampenlicht gedrängt. Er übt scharfe Kritik an seine Konkurrenten, wobei er jedoch häufig den Bogen überspannt. Dabei werden vor allem seine republikanischen Kollegen statt die Demokraten kritisiert. Trump beleidigte den republikanischen Senator John McCain, dem er vorwarf, kein Kriegsheld zu sein, weil er in Kriegsgefangenschaft in Vietnam geraten sei. Seine Äußerungen sorgten für einen Skandal in den USA, doch er bat nicht um Entschuldigung. Zudem warf er am Dienstag bei einer Wahlveranstaltung in South Carolina McCain vor, beim Thema illegale Einwanderung zu nachgiebig zu sein.

    Die Spitze der Republikanischen Partei  reagierte negativ auf die verbalen Attacken des Milliardärs. Doch Trump hat sein Ziel wohl erreicht – mittlerweile hat er im Vorwahlkampf der Republikaner die Nase vorn. Selbst Favorit Jeb Bush bleibt im Schatten. Trump setzt seine verbalen Angriffe fort. Nachdem der Senator von South Carolina, Lindsey Graham, Trump bei einer Kundgebung als „Esel“ beschimpfte, bezeichnete Trump Graham als „Idioten“ und las am Dienstag öffentlich die Handynummer des Senators vor.

    Trotz seiner hohen Umfragewerte derzeit gilt Trump kaum als ein ernsthafter Präsidentschaftskandidat. Doch die Zahl seiner Anhänger nimmt kontinuierlich zu. Während Ende Mai nur vier Prozent der Republikaner aus Iowa für den exzentrischen Politiker stimmen wollten (Umfrage von Bloomberg Politics und Des Moines Register in Iowa), sind es mittlerweile 47 Prozent. Laut Umfrageergebnissen von Fox News ist Trump mit 18 Prozent der Spitzenreiter im Vorwahlkampf der Republikaner. Vor anderthalb Monaten waren es nur vier Prozent.

    Bei den Demokraten sorgt der Vorwahlkampf hingegen sogar für Langeweile. Als eindeutige Favoritin gilt Hillary Clinton. Ihre Konkurrenten, der ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaates Maryland, Martin O’Malley, und der Senator aus dem US-Bundesstaat Vermont, Bernie Sanders, bleiben bei Umfragen weiter hinter Clinton zurück.

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    US-Präsidentschaftswahl 2016, Martin O’Malley, Bernie Sanders, Donald Trump, Jeb Bush, Lindsey Graham, Hillary Clinton, John McCain, USA