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15:40 14 Oktober 2019
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    Vernichtung der Lebensmittel

    Import verboten: Russland vernichtet westliche Lebensmittel

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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (174)
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    In Russland ist mit der Vernichtung von Lebensmitteln begonnen worden, deren Import aus den USA, der EU und mehreren anderen Ländern offiziell verboten ist, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Freitag.

    Die Lebensmittel landen unter anderem in speziellen Industrieöfen.

    Die Lebensmittel, die an der Staatgrenze beschlagnahmt werden, müssen vernichtet werden – selbst wenn der Besitzer bzw. der Lieferant dieser Produkte nicht ermittelt werden kann.

    Russen, die von dem Embargo betroffenen Lebensmittel für den Eigenbedarf mit ins Land bringen, haben nichts zu befürchten: Der von Präsident Putin unterzeichnete Erlass erstreckt sich nicht auf Lebensmittel für den Privatgebrauch.

    Die Idee zur Vernichtung der Lebensmittel sorgte in der russischen Gesellschaft allerdings für heftige Diskussionen. Warum es keine anderen Auswege zur Unterbindung des verbotenen Lebensmittelexport gibt, erläuterte die Leiterin der Föderalen Aufsichtsbehörde für den Schutz der Verbraucherrechte (Rospotrebnadsor), Anna Popowa: „Es ist offensichtlich, dass Lebensmittel, die ohne entsprechende Unterlagen eingeführt werden, die ihre Herkunft bestätigen würden, keineswegs für den Handel zugelassen werden können. Sie müssen vernichtet werden, weil sie gefährlich für die Gesundheit der Bevölkerung sind.“ Diese Richtlinie gelte in Russland „seit mehreren Jahrzehnten“, unterstrich die Beamtin.

    Die Entscheidung zur Entsorgung der verbotenen Importlebensmittel sei „gut durchdacht“, behauptete Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschow. „Wir sind überzeugt, dass die zuständigen Behörden keine großen Mengen vernichten müssen, denn sobald den Schmuggler klar wird, dass der Staat jegliche Versuche zur Einführung der von den Sanktionen betroffenen Produkte unterbindet, werden sie sie nicht mehr nach Russland einführen.“ Zugleich führte er an, dass die Einfuhr der verbotenen Lebensmittel innerhalb einer Woche nach der Ankündigung ihrer Entsorgung um das Zehnfache geschrumpft sei.

    Ferner schloss der Minister nicht aus, dass das Lebensmittelimportverbot auf sieben weitere Länder erweitert wird. Dabei handele es sich jedoch um Länder, die „so gut wie keine Rolle auf dem Lebensmittelmarkt spielen“. Ihr Anteil belaufe sich auf drei bis fünf Prozent.

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    Embargo, Lebensmittel, Import, Sanktionen, Rospotrebnadsor, Wladimir Putin, Anna Popowa, Russland