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08:48 12 November 2019
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    Absturz der malaysischen Boeing

    Berliner Gericht macht Ukraine für MH17-Tragödie verantwortlich

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    Die russische Außenamtssprecherin Marija Sacharowa hat am Donnerstag auf das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichtes über die Klage des Berliner Recherchebüros Correctiv gegen das deutsche Außenministerium wegen der Risiken von Flügen über die Ostukraine verwiesen, schreibt die Zeitung “Kommersant” am Freitag.

    Laut dem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts muss das Auswärtige Amt offenlegen, dass es vor möglichen Abschüssen von Passagiermaschinen im Kampfgebiet gewarnt war, aber keine Maßnahmen unternommen hatte. Laut Correctiv-Angaben hatten die ukrainischen Behörden bereits am 14. Juli 2014 die Botschafter der westlichen Staaten in Kenntnis gesetzt, dass die Intensität der Luftkämpfe im Konfliktraum enorm zugenommen hatte.

    Die russische Außenamtssprecherin ist der Ansicht, dass der Urteil des Berliner Verwaltungsgerichtes „unsere (Anm.d. Red. – Russlands) frühere These bestätigt, dass die Hauptverantwortung für den Unfall der Boeing der Malaysia Airlines der Staat trägt, in dem sich das Unglück ereignet hat — in diesem Fall die Ukraine, deren Behörden den Luftraum über dem Kampfgebiet nicht geschlossen hatten.“

    Zudem beklagte sich Sacharowa darüber, dass Russland von der Untersuchung des Flugzeug-Absturzes ausgeschlossen wurde.
    Sie erinnerte daran, dass Russlands Vorschläge über eine maximal transparente internationale Untersuchung der Flugzeugtragödie blockiert wurden. Gleichzeitig hält sie die Gründung des internationalen Gerichtshofes zur Untersuchung des MH17-Absturzes für „verfrüht und kontraproduktiv“. „Die im Kapitel 7 der UN-Charta der internationalen Gerichtshöfe vorhandenen Beispiele bestätigen, dass ihre Tätigkeit kostspielig, nicht effektiv, äußerst unproduktiv und politisiert ist“, so Sacharowa.

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    Gericht, MH17, Russland, Berlin, Ukraine