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    Welche Waffen schickt Russland nach Syrien? Medien enthüllen

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    Russlands militärtechnische Unterstützung für die syrische Regierung löst im Westen zunehmend Ärger aus. Die Zeitung „Kommersant“ will herausgefunden haben, was für Waffen Russland konkret an Damaskus liefert.

    Moskau bestätigt militärtechnische Hilfen für Syrien und die Präsenz von russischen Militärspezialisten in diesem Land, die strikt nach dem Völkerrecht erfolgen soll. Nach russischen Angaben wird damit der syrische Präsident al-Assad im Anti-Terror-Kampf unterstützt. Die USA werfen Moskau wiederum vor, ein Regime zu unterstützen, das für die Verbreitung des Terrors verantwortlich ist.

    Laut „Kommersant“-Quellen in Militärkreisen wird die syrische Armee derzeit mit einigen Partien von Schusswaffen, Granatwerfern, Schützenpanzerwagen BTR-82A, Militärlastern „Ural“ und anderen Waffen versorgt. Eine offizielle Bestätigung für diese Information gibt es nicht.

    Nach „Kommersant“-Angaben erfolgen die Lieferungen gemäß dem Völkerrecht und den Vereinbarungen zwischen den Regierungen Russlands und Syriens. Syrien hatte für diese Lieferungen bereits einige Vorauszahlungen geleistet.

    „Unsere Kontakte mit den Syrern im militärtechnischen Bereich sind absolut legal… Wir berücksichtigen die Lage in dieser Region und liefern dorthin nur Waffen, die nicht gegen andere Länder eingesetzt werden können. Glauben Sie mir, alles, was sie haben, ist nur auf den Schutz ihrer Grenzen und den Anti-Terror-Kampf gerichtet“, hatte der Generaldirektor des russischen Rüstungsexporteurs Rosoboronexport, Anatoli Isajkin, bereits im April gesagt.

    Moskau hatte vorgeschlagen, die syrischen Streitkräfte an die internationale Anti-Terror-Koalition im Nahen Osten anzuschließen. Russland betrachtet die Militärhilfen für Syrien als dringend notwendig im Kampf gegen die Terroristen. „Die Initiative des Präsidenten Russlands zum Widerstand gegen den IS beinhaltet die Notwendigkeit eines umfassenden Anti-Terror-Kampfes ohne Versuche, Terroristen in gute und schlechte zu trennen“, sagte der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow jüngst auf der Messe „Russia Arms Expo 2015“.

    Ähnlich äußerte sich vor einigen Tagen der russische Außenminister Sergej Lawrow während eines Telefongesprächs mit seinem US-Amtskollegen John Kerry. Lawrow bestätigte, dass Moskau die Assad-Regierung unterstütze. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte, dass Moskau diese Tatsache nie geleugnet habe. In Syrien gebe es russische Militärspezialisten, die dabei helfen, die Syrer mit der eintreffenden Militärtechnik vertraut zu machen.

    Nach Reuters-Angaben sind russische Militärs in Syrien nicht nur als Berater tätig. Laut Quellen im Libanon sollen sich russischen Soldaten an Operationen an der innersyrischen Front beteiligen. Demnächst werde Nachschub erwartet. Laut Reuters-Quellen in der US-Armee hat Moskau zwei Landungsschiffe und ein zusätzliches Flugzeug mit Spezialtechnik nach Syrien geschickt. Wie es heißt, handelt es sich dabei um Bautechnik für die Einrichtung einer Start- und Landebahn in der Hafenstadt Latakia, die von den Regierungstruppen kontrolliert wird. Russland beteuerte, dass die Flugzeuge ausschließlich humanitäre Fracht transportieren. Nachdem Bulgarien seinen Luftraum für russische Flugzeuge sperrte, genehmigte der Iran Russland Überflüge nach Syrien.

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    Tags:
    Waffen, Terrorismus, Transporter BTR-82A, Rosoboronexport, Sergej Lawrow, Anatoli Isajkin, Sergej Rjabkow, John Kerry, USA, Russland, Syrien