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01:01 20 Oktober 2019
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    Kampfhubschrauber Mi-24P

    Russland baut Grenzsicherung zur Ukraine aus

    © Sputnik / Sergei Venyavski
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    Russland baut die Infrastruktur für Stützpunkte im Gebiet Belgorod, auf der Krim und in Weißrussland aus, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Nahe der Grenze zur Ukraine, bei der Stadt Walujki im Gebiet Belgorod, wird eine Garnison gebaut. Hier sollen neun Kasernen für insgesamt 3500 Soldaten errichtet werden, darunter ein Wohnkomplex mit mehr als 1000 Wohnungen, ein Lazarett, Ausbildungsstätten und Munitionslager. Das berichte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Informationen über eine entsprechende Ausschreibung.

    Die Gegend um Walujki eignet sich tatsächlich gut für die Einrichtung von Militärobjekten. Laut den Parametern der Ausschreibung soll hier eine motorisierte Schützen-, bzw. Panzer- oder Luftsturmbrigade stationiert werden. Zudem könnte hier eine Infrastruktur für Fliegerkräfte (Militärtransport- und Angriffshubschrauber) errichtet werden – bei Walujki gibt es einen zwar alten, jedoch dafür geeigneten Flugplatz. Die Stadt ist nur 20 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Nach Angaben örtlicher Blogger waren im Frühjahr 2014 auf dem Flugplatz bei Walujki bereits Kampfhubschrauber Mi-24P und Mi-24PN, Transport-Landungshubschrauber Mi-8MTW sowie Mi-8SMW-Hubschrasuber stationiert. Jetzt wird hier Infrastruktur zur Stationierung von Militäreinheiten auf ständiger Grundlage gebaut.

    Das ist nicht die erste Garnison, mit der Russland seine Grenzen im Westen und Südwesten sichert. So werden im Gebiet Woronesch sowie bei Kursk Einheiten stationiert. Zuvor teilte die „Nesawissimaja Gaseta“ mit, dass in Russland eine weitere Panzerarmee entstehen kann, deren Einheiten auf der Krim stationiert werden können. Der Kommandeur der Luftlandetruppen, Wladimir Schamanow, sprach von der Möglichkeit, ein neues 97. Luftsturmregiment bei Dschankoi aufzustellen. Bei Dschankoi gibt es einen großen Flugplatz, wo in der Sowjetzeit Überschall-Langstreckenbomber Tu-22M3 stationiert wurden.

    „Das Verteidigungsministerium berichtete bereits, dass eine Stationierung der Tu-22M3 bei Dschankoi nicht geplant ist. Das ist auch verständlich. Der Flugplatz ist nur 20 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Angesichts der Verkündigungen Poroschenkos über eine geplante baldige Rückkehr der Krim in die Ukraine besteht die Gefahr, dass diese Stellungen von Raketenartillerie angegriffen werden können. Die Stationierung von Luftsturmeinheiten bei Dschankoi zur Sicherung der Grenze ist hingegen verständlich“, so der Militärexperte Juri Netkatschew.

    Eine Sicherung der Grenze zur Ukraine wird wohl auch seitens Weißrusslands erfolgen. Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew teilte in der vergangenen Woche mit, dass in der nächsten Zeit ein russischer Stützpunkt von Fliegerkräften in Weißrussland geschaffen werde.

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    Tu-22M3, Grenze, Transport-Landungshubschrauber Mi-8SMW, Transport-Landungshubschrauber Mi-8MTW, Kampfhubschrauber Mi-24PN, Kampfhubschrauber Mi-24P, Dmitri Medwedew, Russland, Ukraine, Weißrussland