09:18 22 Oktober 2020
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    Streit um Mistral-Kriegsschiffe (93)
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    In der französischen Werft Saint-Nazaire hat der Abbau der Ausrüstung der zwei für Russland bestimmten Mistral-Hubschrauberträger begonnen, die aus politischen Gründen nicht ausgeliefert worden sind. Davon berichtet die Zeitung "Kommersant" am Dienstag.

    In Saint-Nazaire überwachen russische Experten die Demontagearbeiten. In erster Linie geht es um den Abbau von Kommunikations- und Lenksystemen (darunter von Raketen- und Artillerielenksystemen), Informationssystemen, dem Hubschrauberlandungs-Lenksystem, von Kabeln usw.

    Wie der Sprecher des französischen Rüstungskonzerns DCNS, Emmanuel Gaudez, ankündigte, wird die Demontage der Ausrüstung auf den beiden Mistral-Schiffen mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Der Generalsekretär für Verteidigung und nationale Sicherheit Frankreichs, Louis Gautier, teilte mit, dass dafür „bis zu sechs Monate“ vorgesehen seien.

    Der Wert der abzubauenden Anlagen wird auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt. Die Heckteile der Schiffe, die ein Betrieb in St. Petersburg gebaut hatte, hat Paris bereits gekauft, allerdings noch keine Zertifikate von Moskau erhalten. Es bekommt diese Dokumente erst, nachdem der Abbau der Anlagen beendet worden ist. Dann wird Frankreich der alleinige Eigentümer der Hubschrauberträger sein, kann sie aber nur nach Absprache mit Russland an einen Dritten verkaufen.

    Am 5. August hatten die Präsidenten Russlands und Frankreichs, Wladimir Putin und Francois Hollande, den Schlussstrich unter den Mistral-Streit gezogen. An diesem Tag wurde eine Abfindung in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro an Russland überwiesen.

    Am 13. September stimmten die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung für die Auflösung des Mistral-Vertrags. Demnächst (voraussichtlich am 30. September) findet auch eine entsprechende Abstimmung im Senat statt.

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    Mistral, François Hollande, Wladimir Putin, Emmanuel Gaudez, Louis Gautier, Frankreich, Russland