SNA Radio
    T-72-Panzer

    Russische Panzer: Große Nachfrage trotz Sanktionen

    © Sputnik / Sergey Samokhin
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Rossijskaja Gaseta
    Russland-Sanktionen (476)
    301518

    Trotz der westlichen Sanktionen wächst weltweit die Nachfrage nach russischen Panzern, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Gegen den russischen Rüstungsbauer Uralwagonsawod wurden zwar strikte Sanktionen verhängt, doch hochrangige Militärdelegationen kommen zuletzt immer häufiger in das Ural-Gebiet.

    Wie der Generaldirektor von Uralwagonsawod, Oleg Sijenko, im Interview mit der „Rossijskaja Gaseta“ betonte, leide sein Unternehmen zwar unter den Sanktionen, aber auch Westeuropa beklage finanzielle Verluste und einen Imageschaden.

    Was den Weltmarkt betreffe, wisse der Westen sehr gut, dass es in verschiedenen Ländern sehr viele Panzertechnik aus sowjetischer Produktion gibt, die ein gutes Modernisierungspotential habe. In Frankreich sei ein Modernisierungsprojekt für den T-72-Panzer entstanden. Es habe auch interessante Projekte zur Modernisierung von BTR-80, BMP-3 und anderen Fahrzeugen gegeben. Mit Frankreich sei ein neues Infanterie-Kampffahrzeug zum Export in Drittländer entwickelt worden. Dieses Projekt hätte sehr aussichtsreich sein können, es hieß „Atom“ und sei erstmals bei der Messe RAE-2013 präsentiert worden, so Sijenko.

    Doch die jetzige Situation um diese Projekte habe sich verschlechtert. Dass, was für Russland und Westeuropa vorteilhaft gewesen sei, werde nach dem Willen Washingtons abgebaut. Das „Atom“-Projekt hätte sehr aussichtsreich sein können. Doch Frankreich habe auf eine weitere Kooperation verzichtet und dadurch nur Einbußen erlitten, so Sijenko.

    Mehr zum Tema: Russlands Waffenexporte

    Bei der Rüstungsmesse IDEX-2015 in den Vereinigten Arabischen Emiraten stand der T-90-SM-Panzer im Mittelpunkt. Auch bei der Messe RAE-2015 in Nischni Tagil zog er die Aufmerksamkeit der ausländischen Delegationen auf sich. Der Panzer habe reale Exportaussichten. Er sei in einem arabischen Land erfolgreich getestet worden. Es werde damit gerechnet, dass bis zum Jahresende der erste Liefervertrag unterzeichnet wird, so der Generaldirektor von Uralwagonsawod.

    Zur Messe RAE-2015 in Nischni Tagil wären viele hochrangige Delegationen gekommen, darunter Generalstabschefs und Verteidigungsminister mehrerer Länder. Das hänge damit zusammen, dass das Interesse an russischer Technik steige. Man könne zwar Sanktionen einführen und die russischen Panzer diskreditieren. Doch der reale Krieg, der jetzt im Nahen Osten läuft, ergebe eine objektive Beurteilung für sie, so Sijenko.

    Es gebe keine unanfechtbare Technik, die Frage bestehe im Preis-Qualitäts-Verhältnis. Der amerikanische Abrams-Panzer habe zwar stärkere Waffen als der T-72, sei jedoch viel teurer. Zugleich kämpfen alte T-72-Panzer erfolgreich in der syrischen Armee gegen die Extremisten des Islamischen Staates.

    Uralwagonsawod werde im kommenden Jahr voraussichtlich nicht mehr auf Rüstungsmessen in Europa vertreten sein. Dafür werde man aktiver an Messen dieser Art in Asien, Afrika und Lateinamerika teilnehmen, so Sijenko.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russland-Sanktionen (476)

    Zum Thema:

    Medien: Russlands Rüstungsindustrie droht Einbruch bei Exporten
    Experte: Russische Rüstungsindustrie verliert den Anschluss
    USA erweitern Sanktionen gegen Russland: Rüstungsindustrie im Mittelpunkt
    „Erpressung und Bestechung“: Moskau wirft USA Unfairness am Waffenmarkt vor
    Tags:
    T-72-Panzer, Sanktionen, Schützenpanzer BMP-3, BTR-80, Rüstungsmesse RAE-2015, Oleg Sijenko, Russland