02:04 27 Januar 2020
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    Die Monarchien am Persischen Golf und der Iran haben bei ihren Verhandlungen in der Türkei eine lokale Waffenruhe im Syrien-Konflikt vereinbart. Teherans Rolle als Vermittler bei der Syrien-Krise gewinnt offenbar an Gewicht, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Die Gespräche in der Türkei hätten gezeigt, dass der Iran eine Führungsrolle in der Region übernehme und die Türkei ihre Haltung gegenüber der syrischen Regierung ändern könne, so der russische Orientalist Boris Dolgow.

    Auch bei den USA ist ein Umdenken wegen den Spannungen in der Region, der Migrantenkrise und der Aktivitäten Russlands in Syrien zu erkennen. US-Außenminister John Kerry sagte bei einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif, dass „Teheran eine wichtige Rolle bei der Krisenregelung im Nahen Osten spielen“ solle. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bat den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani, die Syrien-Verhandlungen zu unterstützen.

    Auch Russlands Rolle bei der Syrien-Regelung wird zunehmend wichtiger. Nach Medienangaben erwägen  Russland, Syrien, der Irak und der Iran in Bagdad die Einrichtung eines gemeinsamen Informationszentrums im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Russlands Präsident Wladimir Putin teilte mit, dass Jordanien, Saudi-Arabien, die USA und die Türkei über dieses Vorhaben bereits informiert worden seien. Der irakische Regierungssprecher Saad al-Hadithi bestätigte, mit Teheran, Moskau und Damaskus im Antiterrorkampf kooperieren zu wollen.

    Der britische Premier David Cameron äußerte am Samstag in „Sky News“ die Bereitschaft, mit Russland im Kampf gegen die IS-Terroristen zusammenzuarbeiten. Zugleich betonte er jedoch, dass Präsident Baschar al-Assad ebenso ein Feind des syrischen Volkes wie IS sei. 

    Die „Los Angeles Times“ berichtete unter Berufung auf US-Geheimdienste, dass Russland bereit sei, Terroreinheiten in Syrien zu bombardieren. Nach Angaben des Pentagons wurden russische Militärjets und Drohnen über Syrien gesichtet. Das US-Militär schließt nicht aus, dass die ersten Militäraktionen gegen die syrische Opposition gerichtet seien.

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    Tags:
    Anti-Terror-Kampf, Terrorismus, Terrormiliz Daesh, Boris Dolgow, Mohammad Javad Zarif, Hassan Rohani, David Cameron, Baschar al-Assad, John Kerry, Wladimir Putin, Iran, Saudi-Arabien, Syrien, USA, Russland