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    Exklusiv: Russische Kampfjets Su-24 auf dem Stützpunkt in Latakia

    Befürworter und Gegner des russischen Anti-IS-Einsatzes in Syrien

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    Kommersant
    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Nach den ersten Luftangriffen der russischen Streitkräfte auf Stellungen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien hat Saudi-Arabien Moskau zur Einstellung des Militäreinsatzes aufgerufen, schreibt „Kommersant“ am Freitag.

    Laut dem saudi-arabischen UN-Botschafter Abdallah al-Muallimi gäbe es in den Orten, die aus der Luft angegriffen werden, keine IS-Extremisten. Zuvor hatte das russische Außenministerium mitgeteilt, dass es sich ausschließlich um punktuelle Angriffe auf Stellungen und Objekte der Terroreinheiten handele.

    „Unsere Delegation drückt tiefes Bedauern angesichts der Militäroperation aus, die die russischen Streitkräfte in Homs und Hama, wo es keine IS-Kräfte gibt, begannen“, sagte Abdallah al-Muallimi am Donnerstag. Ihm zufolge führten die Luftangriffe zu vielen Opfern unter der Zivilbevölkerung.

    Länder wie der Irak, der Iran und Venezuela stehen hinter dem Vorgehen Russlands in Syrien. „Wir in Venezuela unterstützen diesen Beschluss der Russischen Föderation. Das ist der Weg zur Rettung Syriens, zur Ausrottung des Terrorismus, dieses neuen Faschismus“, sagte der venezolanische Präsident Nicolas Maduro am Donnerstag.

    Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte, zeige sich sein US-Amtskollege John Kerry allerdings besorgt über die Nachricht, dass die Ziele der Angriffe angeblich keine IS-Stellungen gewesen seien. Das „Wall Street Journal“ berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Quellen aus der US-Präsidialverwaltung, dass die russischen Luftangriffe die von Washington unterstützte syrische Opposition treffen könnten.

    Laut Lawrow verfügt das russische Außenministerium über keinerlei Angaben darüber, dass Zivilisten angegriffen wurden. „Wir verfolgen sehr aufmerksam, dass die Angriffe punktuell sind, dass ihr Ziel ausschließlich Stellungen, Objekte und Waffen von Terroreinheiten sind“, so Lawrow. Der russischen Außenamtssprecherin Maria Sacharowa zufolge handele es sich bei den Berichten über angebliche Opfer unter friedlichen Einwohnern um einen „Informationskrieg“.

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    Terrormiliz Daesh, Anti-Terror-Kampf, Opposition, Luftangriff, Terrorismus, Sergej Lawrow, Abdallah al-Muallimi, Maria Sacharowa, Nicolas Maduro, Russland, Syrien